Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Klarstellung: Marc Marquez wehrt sich gegen die harsche Kritik aus Spanien

Wenn der stolze Sohn flügge wird, seine Flügel ausbreitet und das heimische Nest verlassen will, wird es immer emotional – zumindest für die Eltern.

Der Umzug des 21-Jährige Moto-GP-Champions Marc Marquez bewegt aber ein ganzes Land. Spanien fürchtet um seine Steuereinnahmen, denn den Topverdiener zieht es nach Andorra. Für diese vermeintliche Steuerflucht hagelte es schwere Kritik. Nun wert sich Marquez gegen die Vorwürfe.

„Das ist schwierig für mich, da ich nie über mein Privatleben spreche“, so Marquez bei der Pressekonferenz, bei der es am Freitag eigentlich um die Dirttrack-Veranstaltung in Barcelona gehen sollte. „Wer mich kennt weiß aber, dass ich schon immer sehr direkt und sehr ehrlich war“, bereitet der Spanier seine Ansprache vor.

„Ich bin jetzt 21 und habe bisher bei meinen Eltern gelebt“, erklärt Marquez. „Wie viele junge Menschen habe ich nun beschlossen, mir mein eigenes Zuhause zu suchen. Ich habe Andorra gewählt, weil ich dort schon viele Winter verbracht habe und auch das Jahr über oft dort war. Ich werde auch weiterhin im Winter dorthin fahren, weil für das physische Training dort die perfekten Bedingungen herrschen. Wer weiß, was dann in Zukunft passieren wird. Ich zahle meine Steuern in Spanien und werde das auch im kommenden Jahr tun.“

Andorra gilt in der Tat als beliebte Umgebung, um sich zwischen den Saisons fit zu halten. Da das Fürstentum allerdings nur rund 120 Kilometer von Cervera, dem Wohnsitzt seiner Eltern, entfernt liegt, entstanden im wirtschaftlich geplagten Spanien die Steuerflucht-Vorwürfe, die den jungen Champion nicht kalt gelassen haben.

„Es hat viele Meinungen dazu gegeben und jeder hat das Recht auf seine Sicht der Dinge“, kommentiert Marquez, den Tränen nahe. „Aber ich finde, einige Kritik war sehr hart. Als Sportler weiß man nie, wie lange die Karriere anhalten wird. Mit 19 hatte ich Probleme mit meiner Sehkraft und war fast so weit, aus dem Motorradsport auszuscheiden. Dank der Doktoren konnte ich wieder fahren. In den letzten Wochen habe ich mich nicht besonders gut gefühlt. Ich möchte mich daher bei meiner Familie und allen, die mich unterstützt haben, bedanken. Alles was ich will, ist es weiter zu genießen, mein Motorrad zu fahren.“

Text von Rebecca Friese

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