© Honda - Die MotoGP könnte 2011 zum letzten Mal auf dem Sachsenring gastieren

Die Zukunft des Grand Prix von Deutschland ist nach wie vor ungeklärt. Das Rennen, das seit 1998 auf dem Sachsenring ausgetragen wird, könnte in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal stattfinden. Der aktuelle Vertrag zwischen dem Weltverband FIM, dem MotoGP-Vermarkter Dorna und dem ADAC Sachsen, dem Betreiber des Sachsenrings, endet in diesem Jahr.

Ob und wie es ab 2012 weitergeht, weiß derzeit noch niemand. Zwar möchten alle Beteiligten den Vertrag gerne verlängern, schließlich pilgern seit Jahren stets über 200.000 Motorrad-Fans zu den Grand-Prix-Rennen auf dem Sachsenring, allerdings gibt es bezüglich der Konditionen unterschiedliche Vorstellungen.

Angeblich verlangt die Dorna eine Verdopplung der Ausrichtungsgebühr. Anstatt wie bisher zwei Millionen Euro soll der ADAC Sachsen künftig vier Millionen Euro dafür bezahlen, dass er den Deutschland-Grand-Prix auf seiner Hausstrecke ausrichten darf. Klaus Klötzner, Sport-Vorstandsmitglied des sächsischen ADAC, bestätigt gegenüber ‚Bild‘, dass die Gespräche zwischen Dorna und ADAC noch zu keinem Ergebnis geführt haben „Der Ausgang ist völlig offen“, sagt Klötzner.

Der ADAC denkt offenbar darüber nach, mit Preiserhöhungen und zusätzlichen Werbeflächen mehr Geld einzunehmen, um den von der Dorna geforderten Betrag aufbringen zu können. Sollte das nicht gelingen, steht mit dem Eurospeedway Lausitz offenbar schon ein möglicher Ausweichort für den Grand Prix von Deutschland parat.

Text von Lennart Schmid

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