© Ajo - Jonas Folger stand in Silverstone zum ersten Mal in der Mitte des Treppchens

Als Jonas Folger am Sonntagnachmittag um 15:15 Uhr Ortszeit (16:15 Uhr MESZ) in beim 125er-Grand-Prix in Silverstone als Erster die Ziellinie überquerte, machte er ein deutscher Sicht überaus erfolgreiches Rennwochenende perfekt. Folgers erster Grand-Prix-Sieg bedeutete in Kombination mit Stefan Bradls Erfolg im Moto2-Rennen wenige Stunden zuvor an gleicher Stelle, dass zum ersten Mal seit 1992 zwei deutsche Piloten an einem Rennwochenende siegreich waren.

Am 26. Mai 1992 siegten Helmut Bradl in der 250er-Klasse und Ralf Waldmann in der 125er-Kategorie – ausgerechnet beim Grand Prix in Hockenheim. Folger war nach seinem Premierenerfolg fassungslos. „Ich kann es noch gar nicht fassen, was da heute passiert ist“, sagte der 17-Jährige. „Wir haben gewusst, dass wir im Regen schnell sind. Aber dass ich mit Johann mithalten kann und dann ihm auch davon fahren kann, das überrascht mich selbst. Hier, und ausgerechnet nach diesem Wochenende zu gewinnen ist einfach unglaublich.“

„Es wird noch eine Zeit lang dauern, bis ich das Gefühl erst richtig realisiert habe“, fuhr Folger fort. “ Das Rennen war wegen der extremen Bedingungen ganz schwierig. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mir die kühleren Bedingungen entgegen gekommen sind. Ich fühle mich zwar seit der letzten Nacht besser, aber vollkommen gesund bin ich immer noch nicht.“

Der Aprilia-Pilot leidet seit Wochen unter einer Grippe, nahm bereits Antibiotika ein und unterzog sich zuletzt sogar einer Sauerstofftherapie in der Clinica Mobile. „Die Medikamente aus der Clinica Mobile haben mir jedenfalls dabei sehr geholfen“, bestätigte Folger, der sich im Rennen schnell gemeinsam mit Johann Zarco vom Rest des Feldes absetzen konnte. „Zur Halbzeit des Rennens konnte er schneller fahren. Ich habe aber alles gegeben, um an ihm dranzubleiben.“

„Das Motorrad war perfekt abgestimmt. Vielen Dank dafür an meine Crew. An dieser Stelle möchte ich meinen Eltern, dem Team und den Sponsoren ganz herzlich für ihre Unterstützung danken. Ohne sie wäre ich nie soweit gekommen. Ich freue mich riesig über meinen ersten Sieg“, fügte der strahlender Sieger noch an, der zu dem ankündigte, die Pause bis zum kommenden Rennen in Assen bei seinem Teamchef Aki Ajo in Finnland verbringen zu wollen.

Text von Lennart Schmid

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