Casey Stoner - © Ducati

© Ducati – Testpilot Casey Stoner fuhr beim Ducati-Comeback beeindruckende Zeiten

Ex-Weltmeister Casey Stoner setzte sich beim MotoGP-Test in Sepang ordentlich in Szene.

Am finalen Tag war der Australier der schnellste Ducati-Pilot und ließ die beiden Werkspiloten alt aussehen. Andrea Iannone und Andrea Dovizioso müssen sich warm anziehen, wenn sie sich durchsetzen möchten.

Zwar hat Stoner nicht vor, einen der beiden Italiener aus dem Team zu kicken, doch bei der Entwicklungsrichtung könnte der zweimalige MotoGP-Champion den beiden Werkspiloten die Tour vermasseln.

Noch ist Dovizioso froh, Stoner im Kader zu haben. Die beiden Ducati-Piloten kennen sich gut, denn in der Saison 2011 waren sie bei Repsol-Honda Teamkollegen. Damals hatte „Dovi“ keine Chance gegen Stoner, der seine erste Saison für das Honda-Werksteam fuhr. Stoner holte zehn Siege, sicherte sich überlegen den WM-Titel und fuhr 350 Punkte ein. Dovizioso kam lediglich auf 228 Zähler und gewann nicht ein Rennen.

„Ich bin froh, dass er in Sepang für uns fuhr. Ich weiß, wie groß sein Talent ist, denn er gewann den Titel, als wir beide für Honda fuhren. Ich weiß, wie schnell er sein kann. Wir müssen aber noch verstehen, wie er uns helfen kann“, grübelt Dovizioso, der von Stoners Fähigkeiten begeistert ist: „Er ist der einzige Fahrer, der nach acht Monaten MotoGP-Pause so schnell sein kann.“

Offen ist, welchen Weg Ducati in Zukunft einschlagen wird. Folgt Luigi Dall’Igna den Anweisungen von Dovizioso und Iannone oder schlägt er den Weg ein, den Stoner vorgibt? „Sein Feedback gleicht teilweise meinen Kommentaren, aber teilweise hat er eine andere Meinung als ich. Das ist aber normal, weil er in den vergangenen Jahren keine Rennen fuhr und deshalb beim Motorrad und den Reifen keine Vergleiche hat“, bemerkt Dovizioso.

Dall’Igna genießt die Zusammenarbeit mit Edeltestfahrer Stoner. In Sepang tauschten die beiden viele Eindrücke aus und wirkten vertraut. „Die Zusammenarbeit verläuft reibungslos. Seine Feedbacks waren ab dem ersten Tag sehr nützlich“, freut sich der Ducati-Corse-Chef, der vom Tempo des Australiers nicht überrascht war: „Ich rechnete damit, dass Casey so schnell ist. Das überrascht mich überhaupt nicht.“

Beeindruckt war Dall’Igna aber, wie fleißig Stoner das Testprogramm absolvierte. „Ehrlich gesagt erwartete ich nichts von ihm. Er sollte einfach nur verschiedene Setups probieren und sich mit dem Motorrad vertraut machen. Am Ende gelang es uns, die komplette Liste abzuarbeiten, was mich überraschte. Damit rechnete ich nicht. Er fühlt sich mit den Reifen und dem Motorrad wohl“, so der Ducati-Stratege.

Die Testzeiten aus Sepang (Mittwoch):
01. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 1:59.580 Minuten (36 Runden)
02. Valentino Rossi (Yamaha) +0,976 (38)
03. Marc Marquez (Honda) +1,303 (45)
04. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,412 (42)
05. Casey Stoner (Ducati) +1,490 (30)
06. Dani Pedrosa (Honda) +1,581 (48)
07. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +1,637 (18)
08. Andrea Iannone (Ducati) +1,643 (38)
09. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,649 (42)
10. Maverick Vinales (Suzuki) +1,664 (51)
11. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,854 (30)
12. Aleix Espargaro (Suzuki) +2,043 (44)
13. Andrea Dovizioso (Ducati) +2,095 (34)
14. Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +2,194 (40)
15. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +2,290 (44)
16. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +2,338 (65)
17. Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,961 (33)
18. Stefan Bradl (Aprilia) +3,212 (44)
19. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +3,360 (27)
20. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +3,432 (57)
21. Alvaro Bautista (Aprilia) +3,603 (46)
22. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +3,939 (25)

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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