Aleix Espargaro © Forward Racing

© Forward Racing – Aleix Espargaro legte mit der Open-Yamaha auch in Katar das Tempo vor

Am Freitag begann der letzte Wintertest der MotoGP-Klasse vor dem Saisonauftakt am 23. März in Katar. Getestet wurde an gleicher Stelle, allerdings fehlten die Werksteams, die Anfang der Woche den Reifentest in Australien absolviert hatten. Auf dem Losail-Kurs wurde bis 23:00 Uhr Ortszeit gefahren. Somit konnten die Fahrer auch unter Flutlicht trainieren. Da auch beim Grand-Prix-Wochenende in der Nacht gefahren wird, blieb es heute Nachmittag sehr ruhig. Erst als die Dunkelheit über der Strecke hereinbrach, herrschte viel Fahrbetrieb.

An die Spitze des Klassements setzten sich die Yamaha-Fahrer. Allerdings war Aleix Espargaro mit der Open-M1 des Forward-Teams schneller als die beiden Tech-3-Fahrer, die mit der Factory-Spezifikation der M1 antreten. Aleix Espargaro fuhr die beste Zeit des Tages in seiner 38. von insgesamt 43 Runden und wurde dabei in 1:55,386 Minuten gestoppt. Damit blieb der Spanier rund sechs Zehntelsekunden über der Pole-Position Zeit von Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo aus dem Vorjahr.

Mit 1:55,3 Minuten wäre Espargaro vor einem Jahr auf Startplatz fünf gestanden. Auf den Positionen zwei und drei folgten die beiden Tech-3-Fahrer. Bradley Smith war um vier Zehntelsekunden schneller als Moto2-Weltmeister Pol Espargaro, lag aber um 0,253 Sekunden hinter Aleix Espargaro zurück. Es zeigte sich auch in Katar, dass die Open-Yamaha extrem stark ist und mit Aleix Espargaro in diesem Jahr im Spitzenfeld zu rechnen sein wird.

Auf den Plätzen vier und fünf reihten sich die beiden Kunden-Honda-Fahrer ein, die beide nach Factory-Reglement starten. Alvaro Bautista (Gresini) und Stefan Bradl (LCR) fuhren exakt die gleiche Rundenzeit. Der Deutsche rückte erst am Abend aus und drehte noch 49 Runden. Die fleißigsten Fahrer des Tages waren die beiden Pramac-Vertreter Andrea Iannone und Yonny Hernandez kamen auf je 63 Runden. Die Open-Ducati war allerdings nicht auf dem Niveau der Open-Yamaha, denn Iannone hatte als Sechster 1,4 Sekunden Rückstand auf Aleix Espargaro.

Hernandez belegte hinter Routinier Colin Edwards, der wieder nicht auf die Zeiten seines Forward-Teamkollegen kam, Rang acht. Die Open-Honda-Fahrer lagen in Katar auf Augenhöhe, hatten aber Rückstand. Nicky Hayden (Aspar) reihte sich an der neunten Stelle ein, gefolgt von MotoGP-Rookie Scott Redding (Gresini) und Hiroshi Aoyama (Aspar). Redding hatte den Anschluss zu Ex-Weltmeister Hayden geschafft. Unter dem Strich war die RCV1000R aber auch in Katar nicht konkurrenzfähig, denn es fehlten mehr als zwei Sekunden auf die Spitze.

Der Tscheche Karel Abraham (Cardion-Honda) kämpfte weiter mit seiner angeschlagenen Schulter und kam trotzdem auf 49 Runden. Im Team von Paul-Bird-Motorsport ging die Arbeit mit dem eigenen Chassis, der Einheitselektronik und dem Aprilia-Motor weiter. Rookie Broc Parkes war deutlich schneller als sein Teamkollege Michael Laverty, der in seine zweite MotoGP-Saison geht. Bei Avintia-Kawasaki war Hector Barbera deutlich schneller als Neuling Mike di Meglio. Dennoch konnte Barbera nicht mit den Open-Hondas mithalten.

Erstmals in dieser Saison stand auch das Ioda-Team in der Boxengasse. Der Rennstall von Giampiero Sacchi hat massive finanzielle Probleme und musste auf einen Fahrer zurückrüsten. Ob Leon Camier in diesem Jahr eine Chance erhält, steht in den Sternen. Danilo Petrucci hat in Katar zwei ART-Motorräder von Aprilia zur Verfügung. Ioda ist in diesem Jahr das einzige Team, das auf ART setzt, denn PBM bezieht nur den Motor von Aprilia. Petrucci verlor allerdings vier Sekunden auf die Spitze. Die Testfahrten werden am Samstag und Sonntag fortgesetzt.

Die Testzeiten aus Katar (Freitag):

01. Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) – 1:55,386 Minuten (43 Runden)
02. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +0,253 Sekunden (53)
03. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +0,686 (62)
04. Alvaro Bautista (Gresini-Honda) +0,695 (52)
05. Stefan Bradl (LCR-Honda) +0,695 (49)
06. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) +1,394 (63)
07. Colin Edwards (Forward-Yamaha) +1,575 (34)
08. Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) +1,932 (63)
09. Nicky Hayden (Aspar-Honda) +2,188 (48)
10. Scott Redding (Gresini-Honda) +2,536 (38)
11. Hiroshi Aoyama (Aspar-Honda) +2,765 (55)
12. Hector Barbera (Avintia-Kawasaki) +3,117 (34)
13. Karel Abraham (Cardion-Honda) +3,447 (49)
14. Broc Parkes (PBM-Aprilia) +3,735 (30)
15. Mike di Meglio (Avintia-Kawasaki) +3,908 (52)
16. Danilo Petrucci (Ioda-Aprilia) +3,972 (57)
17. Michael Laverty (PBM-Aprilia) +4,669 (35)

Text von Gerald Dirnbeck

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