© Yamaha Motor Racing Srl - Valentino Rossi verpasste den Sieg beim Heimrennen in Mugello um 2,7 Sekunden

© Yamaha Motor Racing Srl – Valentino Rossi verpasste den Sieg beim Heimrennen in Mugello um 2,7 Sekunden

Die MotoGP-Fans in Mugello erlebten am vergangenen Wochenende einen unterhaltsamen Renntag. Nach spannenden Rennen in der Moto3 und in der Moto2 kam es im MotoGP-Rennen zu einem spannenden Duell zwischen WM-Leader Marc Marquez und Herausforderer Jorge Lorenzo, der seinen vierten Mugello-Sieg in Folge feiern wollte. Am Ende triumphierte Marquez. Lokalheld Valentino Rossi wurde vor den heimischen Fans Dritter.

Experte Alex Hofmann freute sich, dass Marquez endlich aus der Reserve gelockt werden konnte, nachdem er in Jerez und Le Mans dominierte: „Lorenzo hat seinen Kampfgeist zurückgewonnen und konnte auch den Speed wieder liefern. So konnte er bis zur letzten Runde Marquez die Brust bieten. Am Schluss hat dann auch die Technik den Unterschied gemacht, weil die Honda im Top-Speed überlegen war“, analysiert der ehemalige Grand-Prix-Pilot in seiner Kolumne für ‚Sport1‘.

Mit dem Sieg in Mugello hat Marquez die wohl schwierigste Strecke im kompletten Kalender gemeistert. Barcelona und Assen sind zwei weitere Strecken, auf denen die M1 in der Vergangenheit gut funktionierte. Yamaha muss dringend nachlegen, um Hondas Siegesserie zu beenden. „So wie es momentan aussieht, gibt es nicht mehr so viele Tests und auch nicht mehr so viele Möglichkeiten, einen neuen Motor zu bringen. Dagegen sprechen die technischen Regeln. Deshalb muss man bei Yamaha nun hoffen, in der Feinabstimmung noch Verbesserungen zu finden“, grübelt Hofmann.

Mit Freude hat der ‚Sport1‘-Experte zur Kenntnis genommen, dass Altmeister Rossi sich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert hat. Der „Doktor“ stand bei den bisherigen sechs Rennen vier Mal auf dem Podium. „Lorenzos Teamkollege Valentino Rossi hat derzeit besonders viel Spaß. In seinem 300. Grand Prix fuhr er zum dritten Mal in Folge aufs Podium“, erklärt Hofmann. „Er liebt diese Rennsonntage. Ein Sonntag ohne das Gefühl, am Start zu stehen, ist für ihn kein richtiger Sonntag.“

Momentan muss man aber kein Prophet mehr sein, um zu erkennen, dass Marquez längst die Nachfolge von Rossi angetreten hat. Für Hofmann steht aber außer Frage, dass der neunmalige Weltmeister noch vorne liegt, was das Charisma angeht: „Valentino Rossi ist immer noch die MotoGP. Marc Marquez ist ein populärer Typ, aber Rossi hat einfach das gewisse Charisma, den Charme, seine Leistungen so zu verkaufen. Wenn Rossi derjenige gewesen wäre, der um den Sie gekämpft hätte, wären sie in Italien ausgeflippt.“

Text von Sebastian Fränzschky

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