Alvaro Bautista - © Aprilia

© Aprilia – Alvaro Bautista testete größere Winglets an seiner Aprilia RS-GP

Neben den Werksteams von Ducati, Yamaha, Suzuki und KTM war auch Aprilia mit Werkspilot Alvaro Bautista, Testpilot Mike di Meglio und Neuverpflichtung Sam Lowes am Red-Bull-Ring vor Ort, um Erfahrungswerte für das Rennwochenende Mitte August zu sammeln.

In der Zeitenliste tauchten die Aprilia-Fahrer aber nicht auf, denn die Verantwortlichen entschieden sich dazu, die Motorräder nicht mit Transpondern auszurüsten. Scheut Aprilia den direkten Vergleich mit KTM?

Diese Frage wollten die Verantwortlichen nicht kommentieren. Werkspilot Bautista erhielt neue Winglets und testete erneut die leichtere Schwinge, die bereits am Sachsenring zum Einsatz kam. Der Spanier spulte an den beiden Testtagen 166 Runden ab und beschäftigte sich mit seiner Crew an der Abstimmung der Elektronik und des Chassis. Zudem probierte Bautista verschiedene Reifenoptionen von Michelin.

„Man braucht auf dieser Strecke sehr viel Motorleistung und ein stabiles Verhalten beim Bremsen und Beschleunigen. Wir haben uns damit beschäftigt und einige interessante Lösungen für das Rennwochenende erarbeitet. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es uns Vorteile verschafft“, grübelt Bautista. „Ich muss festhalten, dass es eine ziemlich einzigartige Strecke ist und es dadurch schwierig ist, Vergleiche anzustellen.“


„Bezüglich der Sicherheit gibt es einige Stellen, an denen nur wenig Platz ist. Die Mauern sind sehr nah an der Strecke. Es wäre schön, wenn über Lösungen nachgedacht wird, vor allem wenn man die hohen Geschwindigkeiten bedenkt“, warnt Bautista, der auf die Unterstützung von Stefan Bradl verzichten musste. Bradl war nach dem Sturz im Warmup zum Deutschland-Grand-Prix noch nicht fit genug, um wieder aufs Motorrad zu steigen.

Dafür kam Moto2-Pilot Sam Lowes am Dienstag zum Einsatz. Lowes fuhr 58 Runden und entwickelte ein besseres Gefühl für die MotoGP-Aprilia. „Nach dem Kennenlernen in Misano fühle ich mich immer wohler auf der RS-GP. Der Trend ist positiv“, schildert der Brite. „Ich verbesserte mich mit jedem Stint und beschäftigte mich mit dem Setup der Maschine. Ich passte zudem meinen Fahrstil an. Es sind weitere Tests mit Aprilia geplant, doch momentan bin ich mit dem Stand sehr zufrieden.“

„Der Kurs ist schön. Es gibt einige enge Ecken und flüssige Sektionen. Es macht Spaß. Der Kurs ist nicht schwer zu lernen. Man muss sich nur die Referenzpunkte in den blinden Kurven merken. Die Geraden werden mir mit der Moto2-Maschine noch länger vorkommen“, scherzt Lowes, der beim Österreich-Grand-Prix versuchen wird, den Rückstand auf WM-Leader Johann Zarco zu reduzieren.

Text von Sebastian Fränzschky

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