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© GP-Fever.de – Rückschlag für Stefan Bradl: Aprilia macht 2017 ohne den Deutschen weiter

Was sich bereits im Rahmen des Rennwochenendes in Barcelona andeutete, wurde bei der Dutch TT in Assen Realität: Aprilia macht von der Option für Stefan Bradl keinen Gebrauch und beendet die Zusammenarbeit mit dem Deutschen nach der laufenden Saison.

Aleix Espargaro wird vermutlich den Platz des ehemaligen Moto2-Weltmeisters einnehmen und 2017 als Teamkollege von Sam Lowes für Aprilia antreten.

Bradl reagierte enttäuscht, als er von Aprilias Entscheidung erfuhr: „Ich erhielt die Nachricht, dass Aprilia nicht mit mir weitermacht. Es ist kein schönes Gefühl. Es ist schade, weil ich mich hier wohl fühle. Ich verstehe mich mit den Aprilia-Leuten sehr gut. Ich mag das Projekt. Aprilia hat aber entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen. Uns ist bewusst, dass es ums Geschäft geht“, kommentiert er.


Für die MotoGP-Saison 2017 gibt es nur noch wenige freie Plätze. „Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich schaue mich um, was möglich ist. Ich schaue mich nicht nur in der MotoGP um. Es gibt nicht mehr viele gute Plätze. Die Superbike-WM ist eine Option“, bemerkt Bradl, der als Kandidat für das Ten-Kate-Honda-Team gehandelt wird. Dann würde er in der kommenden Saison als Teamkollege von Nicky Hayden an den Start gehen, sollte Michael van der Mark wechseln.

Und auch Alvaro Bautista muss sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen. Der Spanier reagiert verärgert auf Aprilias Entscheidung: „Ich startete dieses Projekt mit Aprilia und war sehr motiviert. Die vergangene Saison war seltsam, denn das Motorrad war keine echte MotoGP-Maschine. Es war eher ein Entwicklungsmotorrad. Es kam mir vor, als hätten wir ein Jahr verschenkt“, schimpft Bautista.

„In diesem Jahr wurde das Motorrad zu spät fertig. Uns fehlte die Zeit für Tests. Wir konnten das Motorrad bei den Wintertests nicht verbessern. Das ist bei Tests einfacher als an Grand-Prix-Wochenenden“, erklärt der Spanier, der mit der Entwicklung bei Aprilia nicht zufrieden ist: „Wir machen kleine Fortschritte. Das Motorrad entspricht nach sieben Rennen mehr oder weniger dem Stand vom Saisonauftakt. Es hat sich praktisch nichts getan.“

Bautista möchte auch in der kommenden Saison in der MotoGP fahren. Ein Wechsel in die Superbike-WM kommt für den ehemaligen 125er-Weltmeister nicht in Frage. „Die MotoGP ist meine Priorität“, betont Bautista, der laut ‚AS‘ bei Aspar landen könnte. „Das könnte passieren. Es ist eine Option“, schmunzelt Bautista.

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

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