© Yamaha - Yamaha-Pilot Marco Melandri hat in Aragon seine erste Superpole gewonnen

Bei perfekten äußeren Bedingungen wurde im Motorland Aragon um die Startaufstellung gekämpft. Nachdem sich Marco Melandri in Superpole 1 und 2 noch zurückhielt, schlug der Yamaha-Pilot im letzten Abschnitt zu und sicherte sich die erste Pole-Position in seiner Superbike-Karriere. Der Neuling kennt die Strecke vom MotoGP-Wochenende aus dem Vorjahr. Einen herben Rückschlag erlebte die BMW-Mannschaft, die bereits in Superpole 1 ausschied.

Zwei Minuten vor dem Ende gingen einige Piloten noch einmal mit einem frischen Hinterreifen auf die Strecke. Zu diesem Zeitpunkt hielt Melandri die Bestzeit, aber der Italiener blieb an der Box und beobachtete seine Konkurrenten auf dem Monitor. Niemand konnte die Zeit des ehemaligen MotoGP-Piloten schlagen. Somit startet Melandri zum ersten Mal in seiner Superbike-Karriere von der Pole-Position.

Weltmeister Max Biaggi (Aprilia) konnte in seinem letzten Versuch nicht mehr zulegen und stand in der Auslaufrunde anschließend Tom Sykes im Weg, der noch auf einer fliegenden Runde unterwegs war. Biaggi hatte schlussendlich 0,156 Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann. Das gute Aprilia-Ergebnis komplettierte Leon Camier als Dritter. Tabellenführer Carlos Checa (Althea-Ducati) büßte speziell auf den langen Geraden Zeit ein und landete mit 0,838 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz.

An die Spitze der zweiten Reihe schaffte es Sykes auf Platz fünf. Der Kawasaki-Pilot war am Ende mit einem Rennreifen unterwegs und wurde noch dazu leicht von Biaggi behindert. Trotzdem unterstrich der Brite den Aufwärtstrend der neuen Nina ZX10R. Monza-Doppelsieger Eugene Laverty (Yamaha) qualifizierte sich auf dem sechsten Platz. Rookie Joan Lascorz schaffte es zum ersten Mal in Superpole 3 und reihte sich mit seiner Kawasaki an der siebten Position ein. BMW-Italia-Pilot Ayrton Badovini konnte nicht ganz seine Leistung aus den vorangegangenen Abschnitten wiederholen und wurde schließlich Achter.

Vier Fahrer mussten in Superpole 2 die Segel streichen. Routinier Noriyuki Haga verpasste den Sprung in die nächste Runde nur knapp. Es war auffallend, dass seine Kunden-Aprilia auf den langen Geraden etwas langsamer war als die beiden Werks-RSV4 von Biaggi und Camier. Dabei blieben die entscheidenden Hundertstelsekunden liegen. Haga wird am Sonntag die dritte Startreihe vor Sylvain Guintoli (Liberty-Ducati) anführen.

Für Michel Fabrizio war ebenfalls Schluss. Der einzige Suzuki-Pilot fuhr mit einer bandagierten rechten Hand, die er sich bei einem Sturz zuletzt in Misano verletzt hatte. Von Platz 13 wird der Italiener am Sonntag angreifen. Kawasaki-Pilot Mark Aitchison komplettierte die vierte Reihe. Biaggi war in Superpole 2 die Bestzeit knapp vor Checa gefahren. Für eine positive Überraschung sorgte auch Badovini mit der viertschnellsten Zeit.

Einen herben Rückschlag gab es für die BMW-Werksmannschaft. Beide Piloten schieden bereits in Superpole 1 aus. Das ganze Wochenende über konnten sich die weiß-blauen Motorräder nicht in Szene setzen. Leon Haslam wurde schließlich 14., Teamkollege Troy Corser nur 16. und Letzter. Der Rückstand betrug bei beiden zwar weniger als eine Sekunde auf Checa, der die Bestzeit in Superpole 1 aufgestellt hatte, doch Kundenfahrer Ayrton Badovini schaffte als Achter locker den Sprung in den nächsten Abschnitt.

Ebenfalls früh Feierabend war für Liberty-Pilot Jakub Smrz, der im zweiten Qualifying noch mit der zweitbesten Zeit aufhorchen ließ. Zwei Zehntelsekunden fehlten dem Tschechen für den Einzug in den nächsten Abschnitt. Ducati-Pilot Maxime Berger klassierte sich nach guten Leistungen am Vormittag als 15. Folgende Piloten waren nicht für die Superpole qualifiziert und werden von den Plätzen 17 bis 20 starten: Ruben Xaus (Honda), Chris Vermeulen, Roberto Rolfo (beide Kawasaki) und Lorenzo Lanzi (BMW Italia).

Ergebnisse:
1. Marco Melandri (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’57.634
2. Max Biaggi (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’57.790
3. Leon Camier (Aprilia Alitalia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1’58.279
4. Carlos Checa (Althea Racing) Ducati 1098R 1’58.472
5. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team Superbike) Kawasaki ZX-10R 1’58.641
6. Eugene Laverty (Yamaha World Superbike Team) Yamaha YZF R1 1’58.756
7. Joan Lascorz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1’59.194
8. Ayrton Badovini (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 1’59.591
9. Noriyuki Haga (PATA Racing Team Aprilia) Aprilia RSV4 Factory 1’58.566
10. Sylvain Guintoli (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’58.640
11. Michel Fabrizio (Team Suzuki Alstare) Suzuki GSX-R1000 1’58.950
12. Mark Aitchison (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 1’59.680
13. Jakub Smrz (Team Effenbert-Liberty Racing) Ducati 1098R 1’59.355
14. Leon Haslam (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’59.367
15. Maxime Berger (Supersonic Racing Team) Ducati 1098R 1’59.507
16. Troy Corser (BMW Motorrad Motorsport) BMW S1000 RR 1’59.565
17. Ruben Xaus (Castrol Honda) Honda CBR1000RR 2’00.432
18. Chris Vermeulen (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 2’00.507
19. Roberto Rolfo (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2’00.678
20. Lorenzo Lanzi (BMW Motorrad Italia SBK Team) BMW S1000 RR 2’00.776

Text von Gerald Dirnbeck

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