Stefan Bradl - © Aprilia

© Aprilia – Stefan Bradl übernahm im Sommer die zweite Aprilia von Marco Melandri

Seit dieser Woche ist es offiziell: Stefan Bradl wird auch in der Saison 2016 an der Seite von Alvaro Bautista für Aprilia an den Start gehen.

Darüber freut sich nicht nur Bradl selbst, sondern auch sein Teamkollege, der damit auch im kommenden Jahr auf der anderen Garagenseite wieder einen Gegner auf Augenhöhe haben wird. Das war zu Beginn dieser Saison nicht der Fall, als diesen Platz noch Marco Melandri eingenommen hat.

„Wenn du einen Teamkollegen hast, der zwei Sekunden langsamer ist als du, dann lehnst du dich an den Wochenenden zurück, weil du alles unter Kontrolle hast“, erklärt Bautista gegenüber ‚MotoGP.com‘. Melandri kehrte zu Beginn diesen Jahres aus der Superbike-Weltmeisterschaft in die MotoGP zurück, wirkte allerdings häufig nicht motiviert und fuhr seinem Teamkollegen – und meistens auch dem gesamten Rest des Feldes – regelmäßig hinterher.

Nach dem achten Saisonlauf in Assen wurde das Missverständnis beendet. Auf dem Sachsenring übernahm zunächst Testpilot Michael Laverty die zweite RS-GP, anschließend wurde mit Bradl ein dauerhafter Melandri-Nachfolger gefunden. „Mit Bradl als Teamkollege ist es viel besser für das gesamte Team und auch für mich persönlich“, freut sich Bautista.

„Jetzt haben wir eine bessere Referenz und meine Anmerkungen und Wünsche decken sich mit denen von Stefan. Das bedeutet, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen“, erklärt der Spanier und ergänzt: „Wenn du einen Teamkollegen hast, der in einem Training ein bisschen schneller ist, dann willst du im nächsten Training schneller sein. Du gehst dann noch mehr ans Limit und ich denke, dass das sehr positives für das Team und für mich ist.“

Zwar hatte Bautista in den bisherigen vier gemeinsamen Rennen immer die Nase vorne, doch im Training und im Qualifying war Bradl häufig schneller als sein Teamkollege. Ein Szenario, das es mit Melandri nie gab. „Da besteht die Gefahr, dass du während der Saison einschläfst“, erklärt Bautista mit einem Lachen und fügt hinzu: „Jetzt bin ich in den vergangenen Rennen aber wieder aufgewacht und musste härter pushen als zuvor.“

Text von Ruben Zimmermann

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