Ben Spies - © Yamaha

© Yamaha - Yamaha-Werkspilot Ben Spies muss sich in Barcelona klar steigern

Der Saisonverlauf von Ben Spies gleicht einer Katastrophe: In den bisherigen vier Rennen holte er einen achten Platz, zwei elfte Plätze und einmal Platz 16. Damit liegt der Yamaha-Werkspilot nur auf Position elf in der Fahrerwertung. Seine 18 WM-Zähler lassen die Alarmglocken läuten, vor allem weil Teamkollege Jorge Lorenzo mit 90 Punkten die WM-Wertung anführt

„Der erste Teil der Saison war schwieriger als erwartet“, bemerkt Teamdirektor Massimo Meregalli gegenüber ‚Mediaset‘ und erklärt: „Es begann alles im Warmup von Katar. Wir hatten Probleme, die wir auf einen gebrauchten Reifen geschoben haben. Dadurch hatte er kein Vertrauen zur Front, was in Jerez wieder auftrat.“

„In Estoril haben wir das Setup mit Jorge seinem verglichen. Wir haben gesehen, dass unseres besser was als Lorenzos“, berichtet Meregalli. „Im Rennen hat Ben eine Reihe von Fehlern gemacht, für die wir bezahlen mussten. In Le Mans hatten wir Pech, weil die Reifen am Start durchdrehten. Danach drang Wasser in den Helm ein und er musste an die Box.“

„Sicher weiß er, dass etwas falsch läuft. Doch Ben ist jemand, der nur wenig spricht“, bedauert der Yamaha-Teamdirektor. „Zumindest wissen wir, was das Problem ist, doch sicher ist es für ihn nicht schön mitanzusehen, wie gut die anderen Yamahas laufen und es bei ihm nicht gut läuft.“ Meregalli hofft, dass sich Spies in Barcelona fängt und an die Erfolge der Vergangenheit anknüpft: „Vergangenes Jahr haben wir in Katalonien ein Podest geholt, das erste Podest im Werksteam.“

Spies‘ Ex-Teamchef Herve Poncharal freut sich momentan über die Leistungen seiner Fahrer. Was Ex-Tech-3-Pilot Spies allerdings im Werksteam abliefert, enttäuscht auch ihn. „Ich denke, es liegt mehr an seinem Kopf als allem anderen. Ist es fehlendes Vertrauen?“, fragt sich der Franzose. „Ich hoffe, dass er wieder ein erfolgreiches Kapitel starten kann und zu seinem Leistungsniveau zurückkehrt. Es tut weh, jemanden wie Ben in solch einer Situation zu sehen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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