© Bridgestone Ben Spies und Marco Simoncelli

© Bridgestone - Ben Spies erinnert sich an harte, aber faire Zweikämpfe mit Marco Simoncelli

Drei Monate nach dem Tod von Marco Simoncelli hat die Motorrad-Szene die Ereignisse jenes tragischen Sonntags immer noch nicht vollständig verarbeitet.

Zu tief ist die Trauer über den Verlust des sympathischen Italieners. Auch Ben Spies denkt oft an den Unfall in Sepang zurück, den er als Co-Kommentator am Fernsehschirm mitverfolgen musste. Nach seinem Unfall in Australien konnte der US-Amerikaner nicht am Rennen in Malaysia teilnehmen.

„Ich war zwar nicht auf der Strecke, aber als Kommentator habe ich es hautnah mitverfolgt“, schreibt Spies in seiner Kolumne bei ‚Superbikeplanet.‘ „Ich sah den Unfall schon kommen, bevor er passierte, und es hat mir die Sprache verschlagen. Ich musste das Headset abnehmen, kurz aus der Kabine gehen und mich sammeln, bevor ich den Ansagern helfen konnte, alle zu beruhigen.“

Auch wenn Spies nach eigener Aussage keinen engeren Kontakt zum Italiener hatte, nahm ihn sein Tod sehr mit, vor allem weil er tragische Erinnerungen bei ihm weckte: „Ich habe im Alter von 14 Jahren meinen besten Freund bei einem Rennunfall verloren, daran habe ich in den Tagen nach Marcos Tod oft denken müssen“, so der Yamaha-Fahrer, der feststellt: „Wir betreiben einen gnadenlosen Sport.“

„Der Gedanke, dass er nicht mehr unter uns weilt, ist immer noch hart“, fährt Spies fort und kommt auf sein persönliches Verhältnis zu Simoncelli zu sprechen. Im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen hatte Spies nie ein Problem mit dem Italiener: „Ich hatte großen Respekt vor Marco. Ich weiß, dass viele Leute nicht mit ihm zurechtgekommen sind. Einige seiner Aktionen oder Überholmanöver waren vielleicht nicht immer ganz clever, aber wir sind hart gegeneinander gefahren. Er ist immer mit vollem Herzen gefahren.“

Ein generelles Sicherheitsproblem kann der Yamaha-Fahrer, trotz zweier tödlicher Unfälle innerhalb von 14 Monaten, in der Motorrad-Weltmeisterschaft nicht erkennen. Wie für viele andere Beobachter auch war Simoncellis Unfall für ihn eine Verkettung unglücklicher Umstände: „Das war sehr unglücklich. Mehr kann man dazu nicht sagen. Der Sport kann gefährlich sein. Das wusste er genau wie alle anderen auch. Es war einfach schrecklich.“

Text von Markus Lüttgens

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