© BMW - Die BMW Italia S1000 RR wird von ehemaligen Ducati-Mechanikern betreut

Das Team BMW Italia hat in der vergangenen Saison in der Superstock-Klasse alles dominiert und mit Ayrton Badovini den ersten Superbike-Titel für die Münchner geholt. 2011 startet das Team in der Superbike-WM und hat sich offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Mit einer S1000 RR und James Todeland als Spitzenpilot will die Mannschaft die Topteams herausfordern. Badovini steigt ebenfalls mit in die höchste Klasse auf.

Die Mechaniker und Ingenieure bestehen hauptsächlich aus dem Personal von Feel Racing, besser bekannt als Ducati Xerox. Nachdem sich Ducati werksseitig aus der Superbike-WM zurückgezogen hatte, wurden einige Mitarbeiter in den Konzern, beziehungsweise in die MotoGP verfrachtet, andere sind nun bei BMW Italia zuständig. Mit der Kombination der starken Maschine plus dem erfahrenen Personal, will Toseland wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

„Der Test in Portimao wird nächste Woche wichtig werden“, so der zweifache Superbike-Weltmeister. „Wir hoffen, dass die Rundenzeiten gut sind. Bei den ersten Probefahrten ging es nur darum, die Systeme zu checken und zu verstehen, welchen Weg wir bei der Abstimmung gehen müssen. Körperlich fühle ich mich gut. Ich glaube mit diesem Team, dass ich sehr gut kenne, da ich mit diesen Jungs meinen ersten Titel gewonnen habe, können wir wirklich gute Resultate holen.“

In der vergangenen Saison gewann Badovini neun von zehn Rennen. Nun muss sich der Italiener mit den besten Fahrern messen. „Ich bin glücklich, auf die Worte von Sportdirektor Serafino Forti und Managementdirektor Andrea Buzzoni gehört zu haben, die mich in das WM-Programm integriert haben. Ich weiß wie groß diese Möglichkeit ist.“ Bereits 2008 war Badovini für Pedercini unterwegs. „Da ich bereits in der WM gefahren bin weiß ich, wie wichtig das Motorrad und das Team sind. Ich bin zuversichtlich.“

Obwohl die S1000 RR noch kein Rennen gewonnen hat, zeigte die Maschine ihr Potenzial auf. BMW Italia wird von der Entwicklungsarbeit der Werksmannschaft profitieren und unter anderem die gleiche Elektronik einsetzen. Der Motor der beiden Teams ist praktisch auf dem gleichen Level. BMW Motorrad Motorsportdirektor Bernhard Gobmayer freut sich auf die Zusammenarbeit.

„Unsere Resultate im vergangenen Jahr waren nicht zufrieden stellend. Wir wollen uns definitiv verbessern. Wir können nun auf zwei Teams zählen, zwischen denen wir eine starke Partnerschaft aufbauen wollen., damit die Erfahrungen ausgetauscht werden können. Die deutschen Ingenieure werden sich mit den Italienern austauschen und umgekehrt. Die Werksmannschaft wird zuerst neue Teile erhalten. Wenn sie ausgereift sind, werden sie an die Italiener weitergegeben.“

Unter Zeitdruck wurde das neue Team zusammengestellt, da erst Ende September die Ampel auf grün gestellt wurde, wie Andrea Buzzoni sagt: „Das Projekt wurde erst am 21. September finalisiert. Das Team hat zusammen mit unseren Zulieferern Wunder vollbracht, um alles aufzubauen und bereit für die Tests in Portimao zu sein.“

Auch in der Superstock-Klasse wird BMW Italia weiter vertreten sein. Lorenzo Zanetti und Sylvain Barrier werden auf Titelverteidigung gehen.

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte und Fotos auf: » www.motorsport-total.com

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