Bernhard Gobmeier © BMW

© BMW - Bernhard Gobmeier hält den Wettbewerb von Yamaha und Honda für wenig gut

Nach dem Abschied von Kawasaki und Suzuki sucht MotoGP-Vermarkter Dorna händeringend nach weiteren Herstellern, die sich auf höchster Ebene engagieren. Bislang haben diese Bemühungen keine Früchte getragen. Immer wieder kommen Gerüchte von einer Rückkehr von Suzuki auf den Tisch, immer wieder bringt man auch den Namen BMW ins Spiel. Die Münchener wollen von einem Werkseinsatz in der MotoGP derzeit allerdings nur wenig wissen.

BMW Motorrad Motorsport Direktor Bernhard Gobmeier sieht vor allem die Kosten als größte Hürde. „Das Technologie-Level in der MotoGP ist heutzutage dermaßen hoch, sodass man unglaublich viel investieren müsste, um konkurrenzfähig zu sein“, sagt Gobmeier gegenüber ‚Motosprint‘. „Wenn sich dies nicht ändert, dann hat BMW kein Interesse an einem Einstieg in die MotoGP.“ Der Bayer lässt allerdings die Tür einen Spalt breit offen: „Sollten sich die Regeln allerdings ändern, dann…“

Ein solches Szenario wird jedoch nut dann Realität, wenn sich neben dem Regelwerk auch die Wettbewerbssituation an anderer Stelle ändert. Der harte Wettstreit der japanischen Hersteller macht aus Sicht von Grobmeier keinen Spaß. „Ich sage: Honda und Yamaha killen die MotoGP“, spricht der BMW-Rennleiter Klartext. „Die Japaner haben eine andere Vision vom Rennsport. Sie denken nur an die Führungsposition im Technologie-Wettlauf.“

Das Ziel der japanischen Hersteller sei es, die Gegner zu besiegen – und zwar absolut kompromisslos, meint Gobmeier. „Wenn diese Art von Rennsport die Show kaputt macht, dann ist es ihnen egal. Wir hingegen denken, dass die Rennen aus vielen Komponenten bestehen sollten: Aus Show, aus Business und auch aus einer Art von Unterhaltung für die Zuschauer.“

Text von Roman Wittemeier

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