Casey Stoner  © Honda

© Honda - Nach sieben Jahren MotoGP ist Schluss; Casey Stoner hört auf

Als Casey Stoner seinen Rücktritt zum Saisonende erklärte, rechnete er auch mit den Verantwortlichen ab. Die Meisterschaft habe sich in eine Richtung verändert, die ihm nicht gefällt. Speziell die Claiming-Rule ist dem Australier ein Dorn im Auge. Wenn sich auch die Prototypen in Zukunft durch Regeländerungen in diese Richtung verändern, dann ist das nicht mehr die Königsklasse, in der er immer fahren wollte. Harte Worte, aber der zweifache Weltmeister hat seine Meinung immer offen ausgesprochen, auch wenn er oft dafür kritisiert wurde, zu viel zu jammern. Unter den Fahrerkollegen hat Stoners Ankündigung und Abrechnung für Respekt gesorgt.

So sagt Cal Crutchlow: „Ich stimme mit ihm komplett überein, aber er ist der einzige Fahrer, der sich traut das zu sagen“, wird der Brite von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. „Er kann es sagen, weil er aufhört, aber für uns ist es schwierig, weil wir im nächsten Jahr Jobs brauchen. Und wenn die Meisterschaft in Richtung CRT geht, können wir nicht sagen, dass es Scheiße ist. Wir müssen ja hier sein, aber Caseys Meinung ist komplett richtig. Ich stimme mit ihm komplett überein. Ich glaube, alle anderen Fahrer denken genauso, aber sie wollen es nicht sagen.“

Für viele Leute kam Stoners Rücktrittsankündigung überraschend, doch nicht für alle. Lucio Ceccinello sah das kommen. Stoner fuhr in den Jahren 2002, 2003 und 2005 in den kleinen Klassen für den Italiener. 2006 folgte mit LCR der Aufstieg in die MotoGP und der Australier schlug damals ein wie eine Bombe. Bereits beim zweiten Rennen stand er auf der Pole-Position und im dritten Rennen auf dem Podium.

„Ich habe viele Erinnerungen an ihn, weil er alle mit seinem unglaublichen Talent überrascht hat. Was er auf der Strecke macht, ist sehr natürlich und alle haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie er so schnell sein kann“, lobt Cecchinello den Weltmeister bei ‚Motor Cycle News‘. „Meine persönliche Erinnerung ist sein MotoGP-Debüt für uns. Es war unglaublich.“ Elf komplette Jahre wird Stoner in seiner Karriere absolviert haben und mit 27 in „Rente“ gehen.

„Ich war nicht wirklich überrascht davon, weil er immer sagte, dass es sein Plan ist, sein Potenzial zu zeigen, den Titel zu gewinnen und sich zu verabschieden“, so Cecchinello, der heute Teamchef von Stefan Bradl ist. „Er hat zwei Titel gewonnen und ist somit länger geblieben, als er eigentlich vor hatte, als er noch bei uns gefahren ist.“

„Wenn Casey aufhört, dann hat er seine Motivation verloren. Er hat seine Hauptziele erreicht und jeder braucht Motivation. Da er seine persönlichen Ziele erreicht hat, sieht er sich in seinem Leben nach etwas anderem um. Ich respektiere seine Entscheidung.“

Text von Gerald Dirnbeck

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