Cal Crutchlow  © Tech 3

© Tech 3 – Cal Crutchlow erlebt derzeit eine negative Phase in seiner Karriere

Cal Crutchlow hat weiterhin Probleme und musste in Misano zum ersten Mal in diesem Jahr in Q1 antreten, weil er in den drei Freien Trainings keine Top-10-Zeit gefahren ist. Der Tech-3-Pilot kam souverän ins Q2 und fuhr schließlich auf Startplatz fünf.

Crutchlows persönliche Bestzeit war um eine Sekunde langsamer als Marc Marquez (Honda) an der Spitze. „Ich fühlte mich immer noch nicht wohl. Es fehlt eine halbe Sekunde auf die anderen Yamaha-Fahrer. Der Rest bin ich, weil ich mich auf dem Motorrad nicht wohlfühle. In einem Sektor verliere ich viel Zeit auf Valentino.“

„Ich war bisher auf allen Strecken und in allen Trainings in den schnellen Kurven der schnellste Yamaha-Fahrer. Jetzt bin ich der Langsamste“, klagt der Brite sein Leid. „Ich will kein Risiko eingehen, sondern will mein Selbstvertrauen wieder aufbauen, auch wenn ich dann Zehnter bin. Trotzdem wollte ich nicht, dass mich Pirro schlägt. Ich war mir aber sicher, dass ich es schaffen würde. Mir war klar, dass in Q1 kein CRT-Fahrer diese Rundenzeit fahren kann. Dann ist Bradley gestürzt.“

„Ich hatte kein Problem von Q1 zu Q2 Zeit zu finden. Es war klar, dass ich mich steigern muss.“ Trotzdem läuft es für Crutchlow derzeit nicht rund. Er hat kein Gefühl für die Yamaha und kein Selbstvertrauen. „Ich habe mich geniert, dass ich in Q1 war. Pedrosa war aber auch einmal in Q1. Ich bin also froh, dass ich nicht der einzige Kerl bin, der mit einem guten Motorrad in Q1 antreten musste. Ich kann aber offiziell ankündigen, dass ich meine Karriere beende, wenn mich Iannone schlägt. Wenn er mich morgen schlägt, dann ‚Adios‘ – dann seht ihr einen anderen Fahrer in Aragon“, meint er entnervt.

„Ich werde im Warmup noch etwas probieren, aber das Motorrad ist so langsam. Es wird schwierig werden, jemanden zu überholen. Ich werde einen guten Start brauchen. Alvaro und Stefan sind derzeit schneller als ich. Wenn ich mit ihnen mitfahren kann, dann wäre ich zufrieden. Ich werde sicher nicht Marquez, Lorenzo und Vale schlagen. Man weiß aber nicht, wie sich die Dinge über Nacht verändern können. In einem Sektor muss ich viel finden.“

„Ich muss einfach wieder Vertrauen in das Motorrad finden. Das Motorrad ist das Motorrad, mit dem ich schon das ganze Jahr gefahren bin. Seit gestern hat sich nichts verbessert. Es braucht vier, fünf gute Runden, dann ändert sich deine mentale Einstellung sofort. Das ist mit Platz fünf schon besser. Bradley hat das gleiche Problem. Er hat zwar einen anderen Tank und Sitz, hat aber das gleiche Problem.“

„Es scheint, dass sich die anderen Motorräder weiterentwickelt haben und unseres nicht. Ich sage nicht, dass ich mit einem besseren Motorrad schneller wäre, aber ich muss einfach Vertrauen finden. Es wird sicher wiederkommen. Derzeit fahre ich wie ein Feigling. Vielleicht kommt das Gefühl am Montag.“ In Misano ist auch CRT-Pilot Espargaro ein Gegner. Crutchlow hat den Spanier auf der Rechnung: „Espargaro war das ganze Wochenende schneller als ich. Seine Rennpace kenne ich aber nicht. Er ist sehr schwierig zu überholen. Er leistet fantastische Arbeit. Sein Motorrad sollte aber nie in der Superbike-WM zugelassen sein.“

Text von Gerald Dirnbeck

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