© Ducati - Valentino Rossi kann weiterhin nicht schnell mit seiner Ducati fahren

Die italienische „Traumehe“ zwischen Valentino Rossi und Ducati funktioniert auch nach 16 Rennen nicht. Statt Fortschritten ist eher ein Stillstand oder ein Rückschritt zu erkennen. Tausend Dinge wurden innerhalb der letzten Monate verändert.

Auch in Australien fühlte sich der neunfache Weltmeister nicht wohl auf der Desmosedici. Er ist in keinster Weise eine Einheit mit dem Motorrad, wenn man ihn mit der Kombination Casey Stoner und Honda vergleicht. Langsam werden alle Parteien ungeduldig. Carlo Pernat, ein langjähriger Manager in der MotoGP, der sich unter anderem auch einmal um Rossi gekümmert hat, nimmt kein Blatt vor den Mund.

„Die Situation bei Ducati wird immer schlimmer und schlimmer. Man kann ein Motorrad nicht an einem Rennwochenende testen. Eine Scheidung wäre verständlicherweise das Beste“, wird Pernat von ‚GPone.com‘ zitiert. „Wenn ich sein Manager wäre, würde ich zu Lucio Cecchinello gehen, ihn bezahlen und mit einer Honda fahren. Ich weiß nicht welche Verträge zwischen Valentino, Ducati und Marlboro bestehen.“

„Aber alle drei haben etwas zu verlieren. Vielleicht ist das eine jener Ehen, bei der eine Scheidung viele Anschuldigungen und Fingerzeige verhindern könnte. Das wird noch früh genug passieren.“ Rossi hat einen Vertrag für 2012 und hat immer bestätigt, dass er ihn erfüllen wird. Pernat hat sich in Australien aber auch um andere Dinge seine Gedanken gemacht.

Die Rennaction hat auch auf Phillip Island zu wünschen übrig gelassen, wenn man es mit den Grands Prix vergangener Jahre vergleicht. „Der Unterhaltungswert der MotoGP ist weiterhin schrecklich“, findet Pernat. „Das sollte einige Leute beunruhigen. Die CRT-Regel war dringend notwendig, auch wenn sie mir vom technischen Standpunkt her nicht gefällt. Die Kosten müssen innerhalb der nächsten drei Jahre sinken.“

„Vielleicht sollten die großen Hersteller nur noch Motoren liefen. Die Formel 1 hatte einige Fehler gemacht und dann entschieden sie sich, Schritte zurück zu machen. Das müssen wir auch tun, weil die Kosten nicht länger tragbar sind.“

Text von Gerald Dirnbeck

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