© Althea - Carlos Checa hat seinen ersten Superbike-Titel so gut wie in der Tasche

Superbike-Tabellenführer Carlos Checa hat den vorzeitigen Gewinn des WM-Titels im Autodromo Enzo e Dino Ferrari knapp verpasst. Nach einem dritten Platz im ersten Lauf und seinem zwölften Saisonsieg in Lauf zwei liegt der Spanier in Diensten des Althea-Ducati-Teams vier Läufe vor Schluss der Saison 97 Punkte vor Yamaha-Pilot Marco Melandri. Bei noch 100 zu vergebenen Zählern ist der erste Superbike-Titel für Checa damit zum Greifen nah.

Im ersten Lauf in Imola ließ es der von der Pole-Position gestartete Checa zunächst ruhig angehen und verbrachte den Großteil der 21 Runden auf dem vierten Platz. In den Schlussrunden legte er sich dann den auf Platz drei liegenden Kawasaki-Piloten Tom Sykes zurecht und passierte diesen in der vorletzten Runde. Unterdessen kam Checas WM-Gegner Melandri im ersten Lauf nur auf Platz acht ins Ziel, was die nach dem Samstag ohnehin guten Chancen auf einen vorzeitigen Titelgewinn für den Spanier noch erhöhte. „Das erste Rennen hat wirklich Spaß gemacht. Speziell der Kampf mit Sykes war sehr aufregend“, so Checa, der mit Platz drei nicht unzufrieden war.

„Der zweite Lauf war dann noch aufregender“, sagt Checa, der nach einem missglückten Start von der Pole nur als Fünfter aus der ersten Runde zurückkam. In Runde sieben wurde der Spanier nach erfolgreichen Überholmanövern gegen Sykes und Aprilia-Werksfahrer Leon Camier bereits wieder auf Rang drei hinter Jonathan Rea – dem Sieger des ersten Durchgangs – und Noriyuki Haga – dem Zweitplatzierten aus Lauf eins – notiert.

Im 13. von 21 Umläufen legte Checa im Zuge seines Vormarschs die schnellste Runde des Rennens auf den Imola-Asphalt. Zwei Runden später schnappte er sich Haga und übernahm Platz zwei. Kurz darauf ging der Spanier bei der Anfahrt zu letzten Schikane vor Start/Ziel auch am führenden Rea vorbei, der zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits mit der Elektronik seiner Ten-Kate-Honda kämpfte. Eine Runde später musste Rea das Rennen komplett aufgeben, während Checa seinen zwölften Saisonsieg vor Haga und Camier unter Dach und Fach brachte. Melandri rettete nach einer Aufholjagd noch Platz sechs ins Ziel und sorgte somit dafür, dass Checa seine WM-Party verschieben muss.

„Für Rea tut es mir leid, denn er hatte die nötige Geschwindigkeit, um das Rennen zu gewinnen“, zollt Checa dem im zweiten Rennen vom Pech verfolgten Honda-Piloten Respekt. Was die Situation in der WM-Gesamtwertung betrifft, sagt der Althea-Ducati-Pilot: „Melandri hatte hier wohl nicht seinen glücklichsten Tag. Ich bin jedenfalls überglücklich, in Imola gewonnen zu haben. Der Titel ist nun zum Greifen nah. Jetzt gehen wir ins nächste Rennwochenende und was passieren soll, das passiert.“

Althea-Teammanager Genesio Bevilacqua zeigt sich mit dem Verlauf des Imola-Wochenendes nicht minder zufrieden: „Wir sind sehr glücklich. Carlos hat in beiden Läufen Ruhe bewahrt und jederzeit gewusst, wie er sich die Rennen einteilen muss. Jetzt hoffen wir, in Magny-Cours den Sack zumachen zu können. Uns ist jedoch klar, dass im Rennsport alles passieren kann, weshalb wir im Moment noch mit unseren Füßen auf dem Boden bleiben.“

Wildcard-Pilot Federico Sandi steuerte die zweite Ducati 1098R des Althea-Teams in Imola auf die Plätze 13 und zwölf, was dem Italiener die ersten sieben Punkte in der Superbike-WM bescherte. „Ich würde sagen, dass ich heute zwei vernünftige Rennen abgeliefert habe“, zeigt sich Sandi zufrieden und fügt an: „Ich bin froh, in beiden Läufen gepunktet zu haben, auch wenn es noch ein wenig schöner gewesen wäre, wenn ich hätte sagen können, dass ich in den Top-10 ins Ziel gekommen bin. Ungeachtet dessen war mein erstes Superbike-Wochenende eine tolle Erfahrung für mich.“

Text von Mario Fritzsche

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