Carlos Checa © Infront

© Infront - Carlos Checa gewann schließlich das zweite Rennen auf Phillip Island

Carlos Checa und sein Althea-Team erlebten einen aufreibenden Renntag auf Phillip Island. Der Sonntag beim Saisonauftakt der Superbike-WM in Australien begann zunächst nach Plan: Checa fuhr im Aufwärmtraining überlegen die Bestzeit und setzte eine erste Duftmarke.

Im ersten Rennen überholte der Spanier nach dem Start einige Konkurrenten und übernahm die Führung. Auch diesmal lief alles nach Plan, doch am Ende der sechsten Runde flog er heftig per Highsider in der schnellen Zielkurve ab. Checa blieb bis auf blaue Flecken unverletzt, doch die Ducati war Schrott.

Da in diesem Jahr kein Ersatzmotorrad erlaubt ist, mussten die Althea-Mechaniker in der Pause bis zum zweiten Lauf das Bike wieder reparieren. Problemlos wurde diese Aufgabe gemeistert und der Routinier konnte mit einem perfekt vorbereiteten Motorrad den zweiten Lauf starten. Nach wenigen Runden setzte er sich wieder an die Spitze, baute ein Polster auf und feierte seinen ersten Saisonsieg. In der WM liegt Checa nach dem ersten Rennwochenende auf dem vierten Platz. Sein Teamkollege Davide Giugliano holte als 13. und Zehnter in beiden Rennen WM-Punkte.

„Im ersten Rennen passierte der schlimmste Crash, den ich je mit der Ducati hatte“, schildert der Weltmeister. „Ich war unter Druck und pushte zu hart. Es war extrem schwierig, das genaue Limit des Motorrades, der Strecke und bei mir selbst zu finden. Heute habe ich das Limit überschritten und bin gestürzt. Das Team hat super gearbeitet und ein Motorrad vorbereitet, mit dem ich das zweite Rennen gewinnen konnte.“

„In diesem Rennen startete ich stark. Als ich sah, dass Max (Biaggi; Anm. d. Red.) von der Strecke abkam, griff ich an, um an die Spitze zu kommen und das Rennen zu gewinnen. Max hat sehr gut aufgeholt, aber ich konnte meine Pace halten und einen sehr wichtigen Sieg nach Hause fahren.“ Für das Team war es ein aufreibender Nachmittag.

Zunächst bestand die Sorge, ob sich Checa beim Sturz verletzt hatte, aber abgesehen von einigen kleinen Schrammen war alles in Ordnung. „Nach dem Crash machten wir uns Sorgen um Carlos, aber glücklicherweise war er unverletzt und er konnte sich auf das zweite Rennen konzentrieren“, sagt Teammanager Genesio Bevilacqua.

„Es war enttäuschend zu sehen, dass es Fahrer gibt, die vom letzten Platz Zweiter werden können, aber wir mit sechs Kilo Ballast bestraft wurden“, kritisiert Bevilacqua die Regelhüter weiterhin scharf. „Es wird schwierig werden, das in diesem Jahr zu kompensieren, selbst mit einem Champion wie Carlos.“ Erfolgreich verlief auch der richtige Einstand von Giugliano in der WM.

Er holte Punkte in beiden Rennen und kämpfte rund um Rang zehn. „Nachdem er seine Lehrprüfung im ersten Rennen abgelegt hat, konnte er sein Potenzial im zweiten Lauf zeigen“, lobt der Teammanager. „Wir müssen uns jetzt seine körperliche Verfassung ansehen. Das macht uns noch Sorgen und müssen wir lösen. Ich möchte unterstreichen, dass er ein Rennen auf sehr hohem Niveau beendet hat. Er war nahe an Fahrern wie Melandri und Haslam dran.“

„Wenn wir die körperlichen Schwächen beheben, dann wird Davide ein entscheidender Protagonist sein.“ Der junge Italiener selbst ist mit seinem richtigen Debüt zufrieden, denn bereits beim Saisonfinale in Portimao 2011 durfte er beide Rennen bestreiten. „Das erste Rennen nutzte ich, um Erfahrung zu sammeln, da ich nicht wusste, wie es genau laufen würde. Es war recht gut und ich konnte das Gelernte im zweiten Rennen umsetzen und attackieren.“

„Ich startete im zweiten Lauf sehr gut und war in der Spitzengruppe dabei. Ich plante, hinter Melandri und Haslam zu fahren und meine Reifen so gut wie möglich zu schonen“, schildert Giugliano. „Das hatte auch gut funktioniert, doch leider fing fünf Runden vor dem Ziel mein linker Arm zu schmerzen an. Deshalb musste ich langsamer machen.“ Schließlich fiel er noch auf den 13. Platz zurück. „Das war schade, denn ansonsten hätte ich in der vorderen Gruppe ins Ziel kommen können. Ich muss diese Problem vor Imola lösen.“

Crash Carlos Checa auf Gaskrank TV

Text von Gerald Dirnbeck

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