© Infront - Carlos Checa ist in der Weltmeisterschaft wieder voll auf Kurs

Carlos Checa und das Althea-Team hatten am Sonntag in Silverstone viele Gründe für eine ausgelassene Party.

Der Spanier gewann nach zuletzt zwei schwierigen Rennwochenenden beide Läufe und vergrößerte seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf Max Biaggi (Aprilia) auf 62 Punkte. Der Sieg im ersten Rennen bedeutete gleichzeitig den 300. Triumph für Ducati in der Superbike-WM. Gleich darauf folgte der 301. Das zweite Rennen war das bereits 100. Superbike-Rennen für „El Matador“. Zahlreiche Jubiläen, die es zu feiern galt.

„Ein wunderbarer Tag“, freut sich Checa. „Ich dachte nicht, dass ich hier gewinnen kann, aber wir haben es gleich beide Male geschafft. Der 300. Sieg für Ducati ist ein wichtiges Ergebnis. Wir sind alle sehr glücklich, dass wir das im zweiten Rennen gleich wiederholen konnten. Ich muss mich bei meinem Team, Ducati und den Sponsoren bedanken. Ich habe jetzt 100 Superbike-Rennen bestritten. Das wusste ich gar nicht, aber wichtig ist, dass ich mich immer noch jung fühle. Ich bin noch keine 100 Jahre alt!“

„Wir haben in der WM wieder einen guten Vorsprung, aber wir wissen alle, dass es schwierig ist, Punkte aufzubauen. Man kann sehr leicht welche verlieren. Es kommen jetzt Strecken, auf denen ich schon gute Resultate in der Vergangenheit hatte. Wir werden es Schritt für Schritt angehen, denn nichts ist garantiert. Es war ein fantastisches Wochenende, an das ich mich immer erinnern werde. Jetzt kann das Team viel ruhiger Urlaub machen.“

Es gab in Silverstone im Fahrerlager wieder einige Diskussionen über die Einstufung der Zweizylinder Ducati mit 1.200 Kubikzentimetern Hubraum und den Motoren mit vier Zylindern mit 1.000 Kubik der anderen Hersteller. Auf dem Papier war der schnelle Kurs speziell für die starke Aprilia RSV4 und die Yamaha R1 geeignet. Checa war bei den Topspeed-Messungen konstant um 10 km/h langsamer. Dafür ging die V2 anders mit den Reifen um. Während Checa wie auf Schienen fuhr, hatte die Konkurrenz mit vier Zylinder ordentlich mit der Traktion zu kämpfen.

Althea-Manager Genesio Bevilacqua meint dazu: „Aus Mediensicht war es ein schwieriges Wochenende. Ich finde, unsere Gegner sollten sich klar ausdrücken, weil sie ständig meinen, dass wir einen Vorteil haben. Das Gegenteil ist aber der Fall. Wir zeigen als Team Stärke, haben einen tollen Fahrer, aber weniger Beschleunigungskraft. Wir verlieren auch auf jeder Strecke 12 km/h bei der Höchstgeschwindigkeit. Ich würde daher gerne mehr Respekt für die harte Arbeit unseres Teams sehen. Wir arbeiten weiter daran, dass wir unsere Ziele und jene von Ducati erfüllen.“

Zur Einstufung werden die Ergebnisse der besten beiden Zweizylinder mit jenen der besten beiden Vierzylinder verglichen. Da Ducati mit Checa praktisch alleine auf weiter Flur ist, gibt es Stimmen die meinen, die Italiener bremsen ihre übrigen Maschinen ein, um diesen Vergleichswert zu verfälschen. Da die übrigen Hersteller allesamt Motoren mit vier Zylindern haben, können sie keinen Einfluss nehmen. Diese Diskussionen werden noch lange anhalten, denn Ducati wird im kommenden Jahr ein Nachfolgemodell der 1098R an den Start bringen.

Text von Gerald Dirnbeck

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