Carlos Checa - © Ducati

© Ducati – Carlos Checa hat sich bei dem Unfall eine Gehirnerschütterung zugezogen

(Motorsport-Total.com) – Für Carlos Checa endete der Saisonauftakt in Australien im Krankenhaus. Mit großen Erwartungen war der Spanier von der Pole-Position aus in den ersten Lauf gestartet und konnte in der ersten Rennhälfte die Konkurrenzfähigkeit der neuen Ducati Panigale unter Beweis stellen.

Gegen Aprila war zwar kein Kraut gewachsen, aber mit den Verfolgern war Checa auf Augenhöhe. Dennoch fiel auf, dass er auf den Geraden im Vergleich zu den Vierzylinder-Maschinen etwas Boden verlor. Bis zur Rennhalbzeit war der Routinier in Duelle mit Marco Melandri (BMW) und Leon Haslam (Honda) verwickelt.

In der 13. Runde verschätzte sich Checa allerdings beim Anbremsen zur Honda-Haarnadel und erwischte das Hinterrad des vor ihm fahrenden Melandri. Beide gingen zu Boden. Checa prallte rücklings auf den Asphalt auf und blieb bewusstlos in der Wiese liegen. Melandri lief zu seinem Fahrerkollegen und versuchte zu helfen. „Es tut mir leid für Carlos. Er ist ein sehr professioneller Fahrer, und ich hoffe, dass er so schnell wie möglich wieder fit wird“, sagte der Italiener später. Im italienischen Fernsehen kritisierte Melandri das Verhalten der Streckenposten, denn sie sollen sich nicht ordnungsgemäß um Checa gekümmert haben.

An einen Start beim zweiten Rennen war nicht zu denken. Checa wurde auf einer Trage und mit einer Halskrause zu einem Helikopter gebracht und in ein Krankenhaus nach Melbourne geflogen. Auf der kleinen Insel Phillip Island gibt es kein adäquates Krankenhaus und der Luftweg war kürzer als mit dem Krankenwagen über die Verbindungsstraßen zum Festland. Checa konnte sich laut Informationen des Alstare-Teams nicht an den Unfall erinnern. Ersten Informationen zufolge sollen auch keine Knochen gebrochen sein. Allerdings hat sich der 40-Jährige eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen.

Aus Vorsichtsmaßnahme muss er die Nacht auf Montag im Krankenhaus zur Beobachtung verbringen. Derzeit geht man davon aus, dass Checa am Montag entlassen wird. Alstare-Teamchef Francis Batta erlebte am ersten Wochenende seiner Rückkehr in die Superbike-WM die Höhen und Tiefen des Sports. Ayrton Badovini brach sich am Freitag die rechte Ferse und konnte nicht mehr fahren. Checa eroberte am Samstag sensationell die Pole-Position und erlebte diesen harten Sonntag.

„Die Superpole beim ersten Rennen mit dem neuen Motorrad zu gewinnen, war ein unglaubliches Ergebnis“, blickt Batta auf den Samstag zurück. „Das ist all der harten Arbeit zu verdanken. Es ist klar, dass unser Motorrad nicht den Speed unserer Konkurrenz gehen kann. Deshalb muss Carlos den Boden auf der Bremse und in den Kurven gutmachen“, erläutert der Belgier einen Umstand, der zu dem Unfall geführt hat. „Wir müssen unseren Speed verbessern, damit Carlos und Ayrton mit unseren Gegnern kämpfen können.“

„Das Motorrad ist für uns alle noch neu, aber wir arbeiten hart daran, dass wir uns jedes Mal auf der Strecke verbessern. Ich bin sicher, dass wir uns weiter verbessern werden, damit wir beim nächsten Mal um das Podium kämpfen können.“ Checa und Badovini haben Glück, dass das Indien-Rennen in den November verschoben wurde. Nun haben beide ausreichend Zeit, um sich zu erholen, denn das zweite Rennwochenende findet erst am 14. April in Aragon (Spanien) statt.

Video vom Unfallhergang

Text von Gerald Dirnbeck

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