Carlos Checa © Alstare

© Alstare – Die neue Ducati 1199 wirkt deutlich kompakter als das Vorgängermodell

(Motorsport-Total.com) – Dass Carlos Checa und Ducati die Testwoche in Phillip Island als Schnellste beenden würden, hätte nach den ersten Tests mit der neuen 1199 Panigale sicher kaum jemand gedacht.

Die Vorbereitung im Winter verlief alles andere als optimal für den Weltmeister von 2011, der mit Ducati von Althea zu Alstare zog. Doch offensichtlich ist Ducati mit der 1199 Panigale doch ein großer Wurf gelungen.

Checa ist guter Dinge: „Bei mir lief es in Phillip Island immer sehr gut. Wir haben wertvolle Anhaltspunkte hier, was uns helfen wird“, bemerkt er nach seiner Bestzeit von 1:31.059 Minuten. „Sicher wird das Rennen hart und eng. Zudem wissen wir nicht wirklich, wie stark die Reifen abbauen werden. Es wird mit Sicherheit schwieriger, wenn die Reifen verschlissen sind. Das wird die Rundenzeiten beeinflussen.“

„Es gibt immer noch Bereiche auf der Strecke, in denen wir zu kämpfen haben, wie zum Beispiel in Kurve drei. Für die erste Kurve benötigt man sehr viel Vertrauen, weil sie so schnell ist“, analysiert der Spanier, der tiefstapelt: „Es ist schwierig vorauszusagen, was im Rennen passieren wird. Aber ein Top-6-Ergebnis sollte möglich sein, je nachdem wie die Bedingungen sind.“

Die 1199 Panigale ersetzt 2013 die 1098/1198, die 2008 ihre Premiere feierte. Damals gelang es Troy Bayliss direkt im ersten Jahr, den Titel sicherzustellen. Im Vergleich zur Vorgängerin gibt es am neuen Einsatzgerät zahlreiche Innovationen zu beobachten. Ähnlich der MotoGP-Maschine aus der Saison 2011 verzichtet die Panigale auf einen konventionellen Rahmen. Der Motor ist Teil der Konstruktion und extrem kurzhubig ausgelegt. Dadurch verliert die 1199 das für Zweizylinder typisch hohe Drehmoment bei niedrigen und mittleren Drehzahlen. Doch dafür konnte die Spitzenleistung gesteigert werden.

„Die Höchstgeschwindigkeit ist ein bisschen besser als in den anderen Jahren, aber bei der Beschleunigung haben wir etwas eingebüßt. Wir haben etwas weniger Drehmoment“, bestätigt Checa gegenüber der ‚AS‘. „Dieses Motorrad ist etwas Besonderes. Es hat ein vollkommen neues Design. Es ist sehr schön, aber durch die Konstruktion wird die Arbeit daran erschwert. Die Räume sind sehr eng.“

Im Kampf um den Titel wird ihn der amtierende Weltmeister nicht in die Suppe spucken. Max Biaggi hat seinen Helm Ende 2012 an den Nagel gehangen. „Biaggi ist immer eine Herausforderung gewesen – schon der Name. Er wird immer mit dieser Meisterschaft verbunden bleiben, weil er für das italienische Fernsehen kommentiert. Es wäre besser gewesen, wenn er nicht gegangen wäre“, bedauert Checa.

Der Ducati-Alstare-Pilot rechnet für 2013 mit den Piloten, die 2012 bereits um den Titel kämpfen konnten: „Kawasaki mit Sykes und BMW mit Melandri sind stark. Bei Aprilia kann ich schwer einschätzen, wer besser ist. Honda hat viel verbessert und Suzuki darf man mit Camier auch nicht außer Acht lassen. Aber ich würde behaupten, Sykes und Melandri sind die Favoriten.“

Text von Sebastian Fränzschky

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