Casey Stoner - © Ducati

© Ducati – Ex-Weltmeister Casey Stoner erkennt in der Ducati viel Potenzial

„Casey war sehr schnell, wie jeder sehen konnte“, sagt Ducati-Teammanager Paolo Ciabatti nach den drei Testtagen in Sepang. „Er hat vor allem sehr gut mit den Ingenieuren gearbeitet und nützliches Feedback gegeben.

Das ist sehr wichtig für die Entwicklung des Motorrades.“ Casey Stoner beeindruckte in Malaysia nach einem Jahr Testpause mit seinem Speed. Zum Abschluss belegte der zweifache MotoGP-Weltmeister den fünften Platz und war damit schneller als die Werksfahrer Andrea Iannone und Andrea Dovizioso.

Dass der Australier vorne dabei war, kam für Valentino Rossi nicht überraschend: „Es ist sehr gut, diese Rundenzeiten zu sehen: Lorenzo, Rossi, Marquez, Stoner. Für die Meisterschaft ist das sehr gut, denn das Level ist sehr hoch“, freut sich Rossi mit Blick auf die Zeitenliste. „Stoner ist natürlich ein weiterer Weltmeister. Er war bei diesem Test sehr schnell.“ Stoner selbst ist in erster Linie froh, dass er nach der langen Pause körperlich nicht zu erschöpft ist: „Ich bin nicht so müde wie ich erwartet habe. Gleichzeitig hatte ich aber nicht erwartet, dass ich so schnell sein würde.“

Stoner fuhr in Sepang mit der auf die neue Software angepassten GP15, während die beiden Werksfahrer aus Italien auch die neue Evolution der GP ausprobierten. Eine brennende Frage ist: Könnte Stoner mit der jetzigen Ducati um die WM kämpfen? „Soweit bin ich mit diesem Motorrad zufrieden, obwohl es die Vorjahresversion ist. Ich bin gespannt, wenn ich die Updates ausprobieren werde und welche Unterschiede es gibt“, stellt er der Arbeit von Gigi Dall’Igna und seinen Ingenieuren grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus.

Deshalb sieht der einzige Ducati MotoGP-Weltmeister Potenzial: „Ich würde sagen, dass dieses Motorrad WM-Material ist“, schätzt Stoner. „Mit weiteren Schritten und kleinen Verbesserungen kann es ein sehr konkurrenzfähiges Bike sein. Es macht nichts verkehrt. Viele Dinge funktionieren sehr gut und einige nicht ganz optimal. Diese Punkte müssen wir verbessern, damit es ein komplettes Motorrad wird.“ Und genau in diesem Punkt will Stoner helfen. Rennen sind für ihn weiter ausgeschlossen.

„Jeder, der Casey kennt, weiß, dass man ihn nicht überreden kann“, seufzt Ciabatti, der hinter den Kulissen die Rückkehr Stoners eingefädelt hat. „Wir sind mit seinen Ergebnissen sehr zufrieden, er kann dem Team helfen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, mit den beiden Andreas das Motorrad zu verbessern. Sein nächster Test wird in Katar nach dem IRTA-Test stattfinden. Es gibt aber keine Pläne, dass er in diesem Jahr Rennen fährt.“ Den nächsten Test in Phillip Island Mitte Februar wird Stoner nicht bestreiten.

„Ich habe keine Pläne für Rennstarts“, betont Stoner, da ihm diese Frage regelmäßig gestellt wird. „Ich möchte jetzt so viele Runden wie möglich drehen und ein gutes Gefühl für das Motorrad bekommen. Bislang war es sehr positiv. Jetzt müssen wir auf den nächsten Test warten und einen Plan aufstellen. Meine Rolle hat sich komplett verändert, ich suche jetzt nicht nach den letzten Details. Ich bin kein Ingenieur, aber mich interessiert jeder Schritt und möchte das Projekt auf ein neues Level bringen.“

Die Testzeiten aus Sepang (Mittwoch):
01. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 1:59.580 Minuten (36 Runden)
02. Valentino Rossi (Yamaha) +0,976 (38)
03. Marc Marquez (Honda) +1,303 (45)
04. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,412 (42)
05. Casey Stoner (Ducati) +1,490 (30)
06. Dani Pedrosa (Honda) +1,581 (48)
07. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +1,637 (18)
08. Andrea Iannone (Ducati) +1,643 (38)
09. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,649 (42)
10. Maverick Vinales (Suzuki) +1,664 (51)
11. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,854 (30)
12. Aleix Espargaro (Suzuki) +2,043 (44)
13. Andrea Dovizioso (Ducati) +2,095 (34)
14. Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +2,194 (40)
15. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +2,290 (44)
16. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +2,338 (65)
17. Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,961 (33)
18. Stefan Bradl (Aprilia) +3,212 (44)
19. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +3,360 (27)
20. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +3,432 (57)
21. Alvaro Bautista (Aprilia) +3,603 (46)
22. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +3,939 (25)

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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