© Yamaha - Der Texaner Colin Edwards wollte zu Ducati in die Superbike-WM wechseln

Ducati hat in der abgelaufenen Saison einige große Schlagzeilen geschrieben. Mit der Verpflichtung von Valentino Rossi ist der Traditionsmarke ein großer Coup gelungen. Im Gegensatz dazu zogen sich die Roten werksseitig aus der Superbike-WM zurück. Viele brachten den Ausstieg mit Rossi in Verbindung, denn Ducati muss alles unternehmen, um für den Ausnahmekönner ein Siegermotorrad zu bauen. Colin Edwards sieht das aber anders und ist überzeugt, dass Ducati den Stecker aufgrund des Reglements gezogen hat.

Mit dem Zweizylindermotor und 1198 Kubikzentimetern Hubraum ist Ducati einen komplett anderen Weg gegangen, als die übrigen Hersteller, die alle Vierzylinder und 1.000 Kubik haben. Abgesehen von Aprilia sind die Zylinder der Japaner und bei der BMW S1000RR in Reihe angeordnet. Um ein Gleichgewicht zu haben, wurde Ducati anders eingestuft. Sie durften leichter fahren und hatten einen anderen Luftmengenbegrenzer.

rotzdem hat Ducati in der abgelaufenen Saison sechs Rennen gewonnen und 2009 hätten sie die WM dominiert, wenn nicht Überflieger Ben Spies in der Superbike-WM aufgetaucht wäre. Das hätte Edwards bewogen zurück in die Serie zu wechseln, die er bereits in den Jahren 2000 und 2002 gewonnen hat. Nach zahlreichen Problemen mit der Yamaha M1 hat der Texaner mit Ducati verhandelt.

„Ich bin kurz vor dem Rennen auf dem Sachsenring nach Bologna geflogen und hatte ein Meeting. Ich würde sagen, dass wir uns prinzipiell einig waren. Ich bin mein eigener Manager, also war es leicht dort zu sitzen“, wird Edwards von ‚SuperbikePlanet‘ zitiert. „Ich habe bei ihnen vorgefühlt und sie bei mir.“

„Wir haben uns schnell auf einige Zahlen geeinigt, Vertragsdetails und diese Dinge. Es war aber nichts auf Papier geschrieben. Sie sagten mir, dass sie nicht wüssten, ob sie bleiben werden. Sie haben mir direkt gesagt: ‚Zähl nicht auf uns. Wir bleiben vielleicht nicht. Wir würden gerne bleiben und sollte das der Fall sein, dann wollen wir dich.'“

Soweit ist es nicht gekommen und Edwards bleibt eine weitere Saison bei Tech-3-Yamaha. „Der Wechsel von Valentino bindet einige Ressourcen, aber zu diesem Zeitpunkt waren sie noch voll auf das Superbike-Projekt konzentriert. Aber es hätten einige Regeln angepasst werden müssen. Das ist nicht passiert, also haben sie gesagt: ‚Lassen wir es. Wir werden nicht in einer Serie fahren, in der wir nicht gewinnen können.'“

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
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