Daniel Pedrosa - © Repsol

© Repsol – Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa beeindruckte am Freitag mit Longrun

Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa war der Mann des dritten Testtages in Sepang (Malaysia). Der Spanier wurde am Vormittag bei bewölktem Himmel mit 1:59,006 Minuten gestoppt.

Nur sein Teamkollege Marc Marquez war um eine Zehntelsekunde schneller. „Es war ein positiver Tag, ich bin eine großartige Runde gefahren“, freut sich Pedrosa über sein Ergebnis. „Meine Zeit hätte auch noch etwas besser sein können, denn mir ist ein Fehler passiert.“

Ist er enttäuscht, dass er nicht unter 1:59 Minuten geblieben ist? „Nein, denn ich weiß, dass ich sie hätte fahren können. Es ist beeindruckend, wie schnell wir mit dem Rennreifen unterwegs waren.“ Honda war aber nicht nur auf eine Runde schnell, sondern auch über die Distanz. Bei der Rennsimulation am Nachmittag war Pedrosa der Schnellste. Der Tenor im Fahrerlager: Wenn heute das Rennen stattgefunden hätte, dann hätte die Startnummer 26 gewonnen.

„Mit meiner Rennsimulation bin ich auch sehr zufrieden. Wir müssen generell noch einige Dinge am Motorrad verbessern, aber für den ersten Longrun war es nicht so schlecht“, bewertet Pedrosa seine 20 Runden am Stück. „Ich habe versucht, ein Gefühl für das Bike zu finden. Nach sechs Runden hatte ich es gefunden und bin dann auch für meine Fitness weitergefahren.“

Neues Motorrad hat Potenzial
Honda kam mit unzähligen Motorrädern nach Malaysia. Der Aufwand hat sich schließlich gelohnt. „Für Honda ist es wichtig, diesen Test positiv zu beenden, denn seit Valencia haben wir mehrere Sachen verändert. Jetzt haben wir ein klareres Bild, in welche Richtung wir gehen müssen. Bis zum nächsten Test müssen nur noch Details verändert werden“, meint Pedrosa über die Entwicklung und geht ins Detail: „Das Motorrad machte in Valencia einige Probleme. Wir verstanden dort nicht alles.“

„Außerdem verloren wir in Spanien einen Tag durch den Regen und konnten nicht so viel ausprobieren. Für diesen Test standen uns verschieden Optionen zur Verfügung. Aus diesem Grund waren wir mit so vielen Motorrädern hier. Marc und ich konnten die Veränderungen in die richtige Richtung bestätigen.“ Die Motorspezifikation hatte sich seit dem Valencia-Test nicht verändert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Feinabstimmung des Fahrwerks.

Noch fehlt die optimale Basisabstimmung der neuen RC213V. „Das Motorrad für 2015 hat in einigen Bereichen Potenzial. Von der Abstimmung her ist es aber noch nicht auf dem gleichen Stand wie Ende 2014“, so Pedrosa. „Wir müssen noch mit Öhlins an der Dämpfung arbeiten und eine Grundabstimmung für alle Rennen herausfinden.“ Der zweite Sepang-Test Ende des Monats wird zeigen, ob Honda weitere Fortschritte machen kann.

Trotz der positiven Rennsimulation will Pedrosa eine Schwäche des Vorjahres ausmerzen und wieder zu seinen berühmten Raketenstarts zurückfinden: „Ich muss noch mehr an einer schnellen Runde für das Qualifying arbeiten, damit ich nicht so oft in der zweiten Reihe stehe. Außerdem müssen meine Starts und meine erste Runde wieder besser werden“, lauten seine Zielsetzungen.

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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