© Honda - Dani Pedrosa hofft auf Verbesserungen an der Honda RC212V

Ähnlich wie Valentino Rossi sehnte auch Dani Pedrosa im vergangenen Herbst die Winterpause in der MotoGP herbei. Seit seinem Sturz in Motegi, bei dem er sich das Schlüsselbein gleich an zwei Stellen gebrochen hatte, konnte der Spanier nur unter großen Schmerzen an den letzten beiden Rennen der Saison teilnehmen. Nachdem er auf ärztliche Anweisung den kompletten Dezember die Füße hochlegte, nahm er zu Beginn des Jahres in der Schweiz das Training wieder auf.

Inzwischen könne er den linken Arm wieder genauso wie den rechten belasten. „Es ist ein langsamer Prozess, aber es geht in die richtige Richtung“, erklärt Pedrosa gegenüber ‚motogp.com‘. Den ersten Testfahrten in Sepang Anfang Februar kommt eine besondere Bedeutung zu. „Ich weiß, dass ich dann noch nicht bei hundert Prozent sein werde, aber wenn ich das Motorrad gut genug kontrollieren kann, bin ich zufrieden. Für mich ist das wie ein persönlicher Test, um zu sehen, wo ich stehe.“

Vor diesem Hintergrund kommt es auch nicht überraschend, dass sich Pedrosa für 2011 vor allem eines wünscht: „Eines der wichtigsten Dinge ist es, sich nicht zu verletzen. Wenn ich auf dem Motorrad bleiben und jedes Mal in der Startaufstellung stehen kann, wird mir das sicherlich mehr Punkte verschaffen, als wenn ich es nicht schaffe.“

Pedrosa äußert zudem ganz konkrete Erwartungen an HRC. Der Verbesserung des Verhaltens der Honda RC212V beim Bremsen und Beschleunigen, vor allem die Traktion am Kurvenausgang, gelte ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit während der Testfahrten vor dem Saisonstart in Katar Mitte März. Der 25-Jährige geht davon aus, dass alle drei Honda-Werksfahrer gleichermaßen von den Weiterentwicklungen profitieren werden.

Stoners Wechsel verändert nichts

Ohnehin werde sich durch die Ankunft von Casey Stoner nicht viel bei Honda ändern. Die Arbeit werde genauso verrichtet werden wie im vergangenen Jahr, „bloß mit einem Fahrer mehr“. Der australische Ex-Weltmeister sei im Übrigen ein ähnlich ernst zu nehmender Rivale wie Titelverteidiger Jorge Lorenzo oder Valentino Rossi. „Für mich sind alle Konkurrenten wichtig. Ich schätze sie alle gleich ein, denn jeder von ihnen kann überraschen“, meint Pedrosa.

„Ich habe nie irgendjemanden unterschätzt“, betont der Spanier. Vor allem Rossi sei es zuzutrauen, dass er sich schnell an sein neues Motorrad anpasse. Davon abgesehen könne es entscheidend sein, wie gut sich jeder einzelne auf das neue Trainingsformat an den Rennwochenenden einstellen kann. „Ich denke, das wir an den Sonntagen eine wichtige Rolle spielen“, vermutet Pedrosa.

Text von Lennart Schmid

Motorsport-Total.com
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