Daniel Pedrosa - © Repsol

© Repsol – Dani Pedrosa musste sich knapp Valentino Rossi geschlagen geben

Das Duell um den dritten Platz zwischen Valentino Rossi (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) war beim Grand Prix von Indianapolis so spannend wie der Zweikampf um den Sieg.

In der Anfangsphase behauptete Pedrosa den dritten Platz, konnte das Tempo von Lorenzo/Marquez aber nicht ganz mitgehen. Von hinten robbte sich Rossi heran, bis der Italiener in der 18. Runde erstmals überholte.

Pedrosa gab aber nicht auf und startete die letzte Runde vor Rossi. Dann gelang Rossi aber noch das entscheidende Überholmanöver und Pedrosa war geschlagen. Als Vierter verpasste der Spanier das Podest denkbar knapp. „Ein schwieriges Rennen. Valentino war viel schneller als im Training. Er war bis zu sechs Zehntelsekunden schneller. Dass er sich so steigern konnte, ist ziemlich beeindruckend. Bei Rennbeginn kann das der Fall sein, aber normalerweise brechen die Rundenzeiten dann ein. Er blieb aber konstant.

Trotzdem wahrte Pedrosa seine Chance. In der Schlussphase übte er großen Druck auf Rossi aus: „In den letzten sechs Runden war ich schneller. Als ich ihn überholt hatte, machte ich in Kurve zehn einen Fehler und er ging wieder vorbei. Wenn man dahinter ist, ist es in der Regel schwieriger. Trotzdem konnte ich zurückschlagen, aber in der letzten Runde ist Rossi immer stark. Leider ist es nicht so ausgegangen, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Während Teamkollege Marc Marquez über den Sieg jubelte, muss Pedrosa die USA ohne Pokal verlassen. „Es ist natürlich nicht gut, dass ich das Podium verpasst habe. Trotzdem haben wir im Rennen viel gelernt“, sieht Pedrosa trotzdem Honda auf dem aufsteigenden Ast. „Ich hoffe, dass ich in Brünn wieder stark bin. Dort habe ich im Vorjahr gewonnen und will es wieder schaffen.“ Vor einem Jahr feierte er in Tschechien seinen letzten Sieg.

Generell ist Honda stark in die zweite Saisonhälfte gestartet. Die WM ist noch lange nicht entschieden. Pedrosa sieht deutliche Fortschritte: „In diesem Jahr habe ich mit der Abstimmung größere Mühe. Es fällt mir schwer, die optimale Pace zu fahren. Es fehlen immer zwei Zehntelsekunden. Jetzt fühle ich mich in den letzten Runden aber wieder wohler auf dem Bike. Das stimmt mich für die Zukunft positiv. Das Rennen war bei dieser Pace körperlich sehr anstrengend. Wir sind ständig bei 100 Prozent gefahren.“

Ergebnisse Rennen MotoGP Indianapolis:

1 25 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 41’55.371 161.1
2 20 99 Jorge LORENZO SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 41’56.059 161.0 0.688
3 16 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 42’01.337 160.7 5.966
4 13 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 42’01.518 160.7 6.147
5 11 29 Andrea IANNONE ITA Ducati Team DUCATI 42’16.899 159.7 21.528
6 10 38 Bradley SMITH GBR Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 42’17.122 159.7 21.751
7 9 44 Pol ESPARGARO SPA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 42’25.749 159.2 30.378
8 8 35 Cal CRUTCHLOW GBR CWM LCR Honda HONDA 42’26.978 159.1 31.607
9 7 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 42’28.192 159.0 32.821
10 6 9 Danilo PETRUCCI ITA Octo Pramac Racing DUCATI 42’29.888 158.9 34.517
11 5 25 Maverick VIÑALES SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 42’34.381 158.6 39.010
12 4 68 Yonny HERNANDEZ COL Octo Pramac Racing DUCATI 42’37.186 158.5 41.815
13 3 45 Scott REDDING GBR EG 0,0 Marc VDS HONDA 42’45.580 157.9 50.209
14 2 41 Aleix ESPARGARO SPA Team SUZUKI ECSTAR SUZUKI 42’55.836 157.3 1’00.465
15 1 8 Hector BARBERA SPA Avintia Racing DUCATI 42’59.518 157.1 1’04.147
16 69 Nicky HAYDEN USA Aspar MotoGP Team HONDA 43’00.437 157.0 1’05.066
17 63 Mike DI MEGLIO FRA Avintia Racing DUCATI 43’02.312 156.9 1’06.941
18 19 Alvaro BAUTISTA SPA Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 43’09.233 156.5 1’13.862
19 50 Eugene LAVERTY IRL Aspar MotoGP Team HONDA 43’14.077 156.2 1’18.706
20 6 Stefan BRADL GER Aprilia Racing Team Gresini APRILIA 43’15.101 156.1 1’19.730
21 15 Alex DE ANGELIS RSM E-Motion IodaRacing Team ART 43’15.253 156.1 1’19.882
22 24 Toni ELIAS SPA AB Motoracing HONDA 43’15.305 156.1 1’19.934

Text von Ruben Zimmermann

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Eine Antwort auf Dani Pedrosa: „Leider ist es nicht aufgegangen“

  1. Michael Eckhardt

    Dani Pedrosa mag ein netter Kerl sein, der durch Verletzungen und seine körperliche Statur stets gehandikapt war, aber ihm fehlt der letzte Biss. Seine Repsol-Honda-Teamkollegen Rossi, Hayden, Stoner, Marquez (ich hoffe, ich habe keinen vergessen)
    sind allesamt Moto-GP-Weltmeister geworden, nur Dani nicht. Ständig hat er Ausreden; wie auch wieder in Indy.Es ist für mich unverständlich, warum HRC ihn auch für 2016 verpflichtet hat!

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