© Honda - Dani Pedrosa

© Honda - Dani Pedrosa fährt seinem ersten WM-Titel immer noch hinterher

Für Dani Pedrosa beginnt 2012 die siebte Saison in der MotoGP. Seit 2006 gehört der ruhige Spanier zum Honda-Werksteam. Den WM-Titel konnte er bisher noch nie einfahren, obwohl er fahrerisch stets zu Siegen fähig war. „Wenn ich 100 Prozent bringe, kann ich es mit den Besten aufnehmen“, sagt er der ‚AS‘. „Wenn ich es schaffe, im gesamten Jahr dranzubleiben, habe ich die Chance auf den Titel.“

„Körperlich fühle ich mich gut. Dieses Mal habe ich keine Verletzung, musste mich nicht operieren lassen oder an irgendeiner Reha teilnehmen. Ich konnte normal trainieren“, freut er sich. In der Vergangenheit musste Pedrosa zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen, die ihn immer wieder zurückwarfen. 2012 beginnt er die Saison aber absolut fit: „Meine geistige und körperliche Balance sind momentan sehr gut.“

Im Vorjahr sah es für den Honda-Piloten bis zum Sturz in Le Mans gut aus. Zusammen mit Teamkollege Casey Stoner und Titelverteidiger Jorge Lorenzo bildete er das Trio an der Tabellenspitze. Ob er ohne den Zusammenstoß mit Marco Simoncelli im Titelkampf mitgespielt hätte, lässt sich im Nachhinein schwierig beurteilen.

„Man weiß es nicht. Meine Verletzung war einer der Gründe, warum ich nicht Weltmeister wurde. Ich habe viele Rennen verpasst. Es gibt aber weitere Gründe, die es verhindert haben. Ich weiß aber auch, dass ich im vergangenen Jahr gut dabei war“, erinnert er sich. Den Tod von Simoncelli hat Pedrosa mittlerweile gut verdaut: „Es muss weitergehen. Er hat nach dem Verlust von Tomizawa und dem von Kato ein weiteres Loch hinterlassen.“

An der Unglücksstelle beginnen Ende Januar die ersten offiziellen MotoGP-Tests für 2012. Auf dem Kurs in Sepang wird es ein erstes Kräftemessen der drei Hersteller geben, die ihre neuen Maschinen einem Praxistest unterziehen: „Die 1.000er bringen mehr Spaß, sind aber ein wenig schwieriger zu fahren. Sie sind auch etwas schwerer, was für mich nicht so gut ist.“ Pedrosa ist das Leichtgewicht in der MotoGP. Durch seine Größe von 1,55 Metern bringt er es auf lediglich 51 Kilogramm.

„Sepang ist ein harter Kurs für das Motorrad. Wir werden sehen, wie sich das neue Motorrad verhält und die Stärken und Schwächen analysieren“, fügt der Spanier hinzu. Sein Platz im Honda-Werksteam könnte in Zukunft wackeln. Sollte Stoner auch in der anstehenden Saison ähnlich dominant fahren, muss sich Pedrosa gegen Marc Marquez behaupten, der früher oder später bei Repsol-Honda andocken wird.

„Ich schätze, dieses Jahr ist eine gute Gelegenheit, den Weltmeistertitel anzupeilen“, berichtet Pedrosa. „Über die Zukunft werden wir in Kürze reden. Ich habe einige Jahre gute Resultate eingefahren. Ich würde gerne weitermachen. In der Vergangenheit war ich immer unter den Ersten und habe immer auf Honda vertraut.“

Text von Sebastian Fränzschky

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