Dani Pedrosa © Repsol

© Repsol – Dani Pedrosa war an fünf der insgesamt sechs Testagen der Schnellste

(Motorsport-Total.com) – Am letzten Tag der zweiten Testfahrten in Sepang (Malaysia) standen bei den meisten Teams Rennsimulationen im Vordergrund. Da es in der Nacht auf Donnerstag geregnet hatte, starteten die Fahrer mit rund eineinhalb Stunden Verspätung mit der Arbeit.

Anschließend konnte bei guten Bedingungen ausgiebig getestet werden. Nachdem die meisten Fahrer eine Rennsimulation absolviert hatten, erinnerte die letzte Stunde des Tages an ein Qualifying. Viele Fahrer zogen weiche Reifen auf und gingen auf schnelle Runden. Die Zeitenliste ist deshalb wie immer bei Testfahrten nicht ganz repräsentativ.

Die schnellste Zeit des Tages brannte Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa in den heißen Asphalt. Der Honda Werksfahrer wurde in 2:00,562 Minuten gestoppt. Damit war der Vizeweltmeister aber um knapp drei Zehntelsekunden langsamer als Jorge Lorenzo (Yamaha) am Vortag. Damit stand für den Weltmeister die schnellste Zeit dieses Tests zu Buche. Seine Rund ein 2:00,282 Minuten vom Mittwoch ist ein neuer inoffizieller Rekord. Lorenzo absolvierte am Nachmittag eine Rennsimulation und war einmal mehr die Konstanz in Person. Viele Runden wurden in mittleren bis hohen 2:01 Minuten gestoppt. Seine Bestzeit während der Simulation lautete 2:01,099 Minuten.

Seine persönliche Bestzeit des Tages stellte der Weltmeister schon davor auf. Dabei fehlten 0,430 Sekunden auf Pedrosa. Das bedeutete heute den dritten Platz im Klassement. Auf Platz zwei meldete sich Rookie Marc Marquez, der lediglich um 81 Tausendstelsekunden langsamer als sein Honda-Teamkollege Pedrosa war. Marquez verfolgte ein anderes Programm. Der Spanier feilte an der Abstimmung und widmete sich den Reifen. Seine persönliche Bestzeit stellte er in seiner letzten Runde auf, als er ein Qualifying simulierte. Im Laufe des Tages stürzte Marquez zudem in Kurve neun. Es war ein harmloser Ausrutscher.

Genau eine halbe Sekunde langsamer als Pedrosa war Superstar Valentino Rossi auf Platz vier. Der zweite Yamaha-Werksfahrer arbeitete mit dem neuen Chassis und versuchte mehr Traktion am Kurvenausgang zu finden. Dabei war es sein Ziel, die Abstimmung so anzupassen, dass die Balance des Motorrades passt. Mit 61 Runden war Rossi der fleißigste Fahrer der vier Werks-Piloten. Erster Verfolger dieses Quartetts war Alvaro Bautista mit der Gresini-Honda. Bei dem Spanier stand ebenfalls die Arbeit an der Abstimmung im Vordergrund, denn er wollte seinen Kurvenspeed erhöhen. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,516 Sekunden.

Dahinter folgte Cal Crutchlow mit der Tech-3-Yamaha. Der Brite absolvierte wieder einen soliden Tag und drehte insgesamt 59 Runden. Von den Zeiten her ging es eng zu, denn Rossi, Bautista und Crutchlow lagen innerhalb von 32 Tausendstelsekunden. Auf dem siebten Platz reihte sich Stefan Bradl ein. Seine persönliche Bestzeit fuhr der Deutsche schon im siebten Umlauf am Vormittag. Eine schnelle Runde hatte am Vortag nicht perfekt geklappt. Anschließend wurde an der Abstimmung der LCR-Honda gearbeitet. Auf Pedrosa fehlten dem einzigen Deutschen im Feld sieben Zehntelsekunden.

Ducati: Dovizioso probiert neues Chassis
Das Ducati-Werksteam reihte sich wieder auf den Plätzen acht und neun ein. Diesmal war wieder Andrea Dovizioso schneller als Nicky Hayden. Speziell Dovizioso konnte den Rückstand auf die Spitze auf 1,088 Sekunden reduzieren, während Hayden wieder 1,5 Sekunden zurücklag. Zudem rutschte der US-Amerikaner einmal in Kurve eins aus. Das Duo experimentierte weiter mit der Abstimmung der Desmosedici, denn am Vortag hatten sie die richtige Richtung eingeschlagen. Der neue Tank, die geänderte Gewichtsverteilung und die neue Öhlins-Vordergabel hatten sich positiv ausgewirkt.

Ducati verzichtete am Donnerstag auf eine Rennsimulation. Dafür rückte Dovizioso mit einem neuen Chassis aus, das Testfahrer Michele Pirro schon an den Vortagen probiert hatte. Pirro stürzte heute zu Mittag und endete den Tag an Position zwölf. Im Pramac-Lager setzte Andrea Iannone seinen Lernprozess fort und drehte 52 Runden.

Den Rückstand auf die Spitze konnte er auf zwei Sekunden verkürzen und kam damit auch dem Werks-Duo etwas näher. Dagegen fühlte sich sein Teamkollege Ben Spies nicht wohl. Der US-Amerikaner laboriert immer noch an seiner Schulterverletzung und lag 2,5 Sekunden zurück. Damit musste er sich als 14. dem schnellsten Claiming-Rule-Fahrer geschlagen geben.

De Puniet schnellster CRT-Fahrer

Die Top 10 komplettierte wieder Bradley Smith, der ebenfalls an seinem Fahrstil und dem Anpassungsprozess an die Tech-3-Yamaha arbeitete. Auch zum Abschluss der Testfahrten setzten die Werksteams ihre Testfahrer ein. Neben Pirro waren das Katsuyuki Nakasuga und Wataru Yoshikawa für Yamaha sowie Takumi Takahashi für Honda. Schnellster dieses Quartetts war der Italiener Pirro. Im Claimimg-Rule-Feld war auch am Donnerstag ein Aspar-Fahrer der Schnellste. Es war diesmal allerdings nicht Aleix Espargaro, sondern sein Teamkollege Randy de Puniet. In seiner besten Runde büßte der Franzose mit der ART 2,3 Sekunden auf die Prototypen-Spitze ein. Damit reihte sich de Puniet als 13. ein.

Zweitbester CRT-Fahrer war Hector Barbera auf Platz 16. Espargaro belegte zum Abschluss der Testfahrten den 18. Rang. Auch in der kombinierten Zeitenliste hatte de Puniet die Nase vor Espargaro. Auf den weiteren Positionen folgten Karel Abraham (Cardion), Routinier Colin Edwards (Forward), Hiroshi Aoyama (Avintia) und Michael Laverty. Letzterer setzte die ersten Versuchsfahrten mit dem neuen PBM-Chassis fort und fuhr 24 Runden.

Seine Zeiten waren konkurrenzfähig, denn er landete mitten im CRT-Feld. Zwei Sekunden fehlten auf die CRT-Bestzeit von de Puniet mit der ausgereiften ART. Auf den letzten Plätzen landeten Rookie Lukas Pesek (Ioda), Danilo Petrucci (Ioda), Claudio Corti (Forward) und Yonny Hernandez, der mit der PBM-ART langsamer als Laverty war. Schlusslicht war Gresini-Pilot Bryan Staring, der auf einer FTR-Honda sitzt.
Die Wintertestfahrten in Sepang sind damit abgeschlossen. Honda, Yamaha und Stefan Bradl werden vom 18. bis 21. März auf dem neuen Circuit of the Americas in den USA testen. Vom 23. bis 25. März finden dann die letzten Wintertestfahrten im spanischen Jerez statt. Dort werden dann wieder alle Teams dabei sein.

Die Zeiten aus Sepang (Donnerstag):

01. Dani Pedrosa (Honda) – 2:00,562 Minuten (57 Runden)
02. Marc Marquez (Honda) +0,081 Sekunden (54)
03. Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,430 (56)
04. Valentino Rossi (Yamaha) +0,500 (61)
05. Alvaro Bautista (Gresini-Honda) +0,516 (43)
06. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) +0,532 (59)
07. Stefan Bradl (LCR-Honda) +0,747 (46)
08. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,088 (44)
09. Nicky Hayden (Ducati) +1,508 (53)
10. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +1,752 (64)
11. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) +2,004 (52)
12. Michele Pirro (Ducati-Testteam) +2,211 (38)
13. Randy de Puniet (Aspar ART) +2,301 (45)
14. Ben Spies (Pramac-Ducati) +2,493 (33)
15. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha-Testteam) +2,592 (32)
16. Hector Barbera (Avintia FTR-Kawasaki) +2,593 (42)
17. Wataru Yoshikawa (Yamaha-Testteam) +2,695 (26)
18. Aleix Espargaro (Aspar ART) +2,861 (45)
19. Karel Abraham (Cardion ART) +3,504 (57)
20. Colin Edwards (Forward FTR-Kawasaki) +3,940 (42)
21. Hiroshi Aoyama (Avintia FTR-Kawasaki) +3,950 (51)
22. Michael Laverty (PBM) +3,984 (24)
23. Lukas Pesek (Ioda Suter-BMW) +4,112 (33)
24. Danilo Petrucci (Ioda Suter-BMW) +4,124 (36)
25. Claudio Corti (Forward FTR-Kawasaki) +4,156 (51)
26. Yonny Hernandez (PBM ART) +4,160 (47)
27. Takumi Takahashi (HRC-Testteam) +4,187 (65)
28. Bryan Staring (Gresini FTR-Honda) +4,751 (40)

Kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:

01. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 2:00,282 Minuten (Mittwoch)
02. Dani Pedrosa (Honda) +0,280 Sekunden (Donnerstag)
03. Marc Marquez (Honda) +0,361 (Donnerstag)
04. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) +0,625 (Mittwoch)
05. Valentino Rossi (Yamaha) +0,780 (Donnerstag)
06. Alvaro Bautista (Gresini-Honda) +0,796 (Donnerstag)
07. Stefan Bradl (LCR-Honda) +1,027 (Donnerstag)
08. Andrea Dovizioso (Ducati) +1,368 (Donnerstag)
09. Nicky Hayden (Ducati) +1,496 (Mittwoch)
10. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +1,741 (Mittwoch)
11. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) +2,284 (Donnerstag)
12. Michele Pirro (Ducati-Testteam) +2,491 (Donnerstag)
13. Randy de Puniet (Aspar ART) +2,581 (Donnerstag)
14. Aleix Espargaro (Aspar ART) +2,623 (Mittwoch)
15. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha-Testteam) +2,664 (Mittwoch)
16. Ben Spies (Pramac-Ducati) +2,773 (Donnerstag)
17. Hector Barbera (Avintia FTR-Kawasaki) +2,873 (Donnerstag)
18. Wataru Yoshikawa (Yamaha-Testteam) +2,975 (Donnerstag)
19. Hiroshi Aoyama (Avintia FTR-Kawasaki) +3,708 (Mittwoch)
20. Karel Abraham (Cardion ART) +3,784 (Donnerstag)
21. Colin Edwards (Forward FTR-Kawasaki) +3,820 (Donnerstag)
22. Danilo Petrucci (Ioda Suter-BMW) +3,997 (Mittwoch)
23. Takumi Takahashi (JRC-Testteam) +4,230 (Mittwoch)
24. Michael Laverty (PBM) +4,264 (Donnerstag)
25. Yonny Hernandez (PBM ART) +4,389 (Mittwoch)
26. Lukas Pesek (Ioda Suter-BMW) +4,392 (Donnerstag)
27. Claudio Corti (Avintia FTR-Kawasaki) +4,427 (Mittwoch)
28. Bryan Staring (Gresini FTR-Honda) +5,031 (Donnerstag)

Text von Gerald Dirnbeck

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