Valentino Rossi  © Ducati

© Ducati - Valentino Rossi hat selbst in schwierigen Zeiten Grund zur Freude

Auch wenn Casey Stoner aktuell nur schwer zu schlagen ist und Valentino Rossi schwierige Zeiten durchmacht, so ist die Außenwirkung der beiden MotoGP-Piloten vollkommen gegensätzlich.

Rossi ist nach wie vor das Aushängeschild der Motorrad-WM. Nicht nur in Italien genießt der Ducati-Pilot Ausnahmestatus. Zudem klafft auch beim Verdienst eine große Lücke zum Rest des MotoGP-Feldes – Merchandising-Einnahmen noch nicht einmal mitgerechnet.

„Valentino ist vermutlich der Erste, der auch außerhalb des Sports populär war“, ist sich sein ehemaliger Teammanager und enger Vertrauter Davide Brivio sicher. Im Interview mit ‚roxybar.tv‘ versucht Brivio zu erklären, was Rossi zu so viel Ruhm gebracht hat: „Das Wichtigste ist erst einmal, zu gewinnen. Man muss viel gewinnen. Wenn man ständig gewinnt, egal in welchem Sport, dann wird man bekannt. Selbst wenn man sich nicht für Fußball interessiert, so weiß man, dass (Leoni; Anm. d. Red.) Messi die Nummer eins ist. Das weiß man.“

„Valentino hat viel gewonnen“, stellt Brivio fest. Doch Siege und WM-Titel sind nur ein Teil des Erfolges. Die Art und Weise, wie Rossi gewonnen hat, machte laut Brivio den Unterschied zu anderen erfolgreichen Fahrern aus: „Man konnte sehen, warum er Rennen fährt. Es macht ihm Spaß und er hat eine große Leidenschaft dafür. Wenn man einen sieht, der gewinnt und dabei ständig lacht, dann erkennt man, dass er das genießt, was er macht. Er macht es mit Freude und Leidenschaft.“

Auch wenn Rossi 2011 lediglich einen Podestplatz einfahren konnte, so waren die Zuschauerränge nach wie vor zum Großteil von Kappen mit der Startnummer 46 gefüllt. Stoner oder Jorge Lorenzo liegen diesbezüglich weit zurück. Brivio sucht nach Erklärungen dafür: „Es gibt auch Sportler, die viel gewinnen und dennoch nicht solch einen Status genießen. Das liegt meist daran, dass sie zu ernst sind und immer das Richtige im richtigen Moment sagen.“

„Das beeindruckt die Leute aber nicht. Das weckt keine Emotionen. Valentino vermittelt eine gewisse Leidenschaft. Das überträgt sich auch auf die Leute, die mit ihm arbeiten. Sie sind so glücklich. Die Passion und die Freude überträgt sich auf diejenigen, die mit ihm arbeiten“, stellt er fest.

Trotz der lockeren Art und Weise des Italieners leidet darunter nicht die Arbeit. Brivio stellt klar: „Er ist sehr professionell, wenn er fährt und testet. Im normalen Leben ist er aber sehr entspannt. Er macht Späße und ist lustig. Die Freude am Rennsport überträgt er auf die Leute.“

Dennoch will es Rossi nicht krampfhaft allen recht machen. „Viele Späße sind typisch italienisch“, stellt Brivio fest und erklärt: „Sie sind für Nicht-Italiener schwierig nachzuvollziehen. Doch das kümmert die Leute nicht. Valentino möchte mit seinen Fans Spaß haben. Er macht keine internationalen Späße, damit alle lachen können.“ Ob der neunmalige Weltmeister 2012 mehr Grund zur ausgelassenen Freude hat, hängt in erster Linie von der neuen GP12 ab.

Text von Sebastian Fränzschky

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