Andrea Dovizioso - © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso tut sich immer schwerer, die Motivation aufrecht zu erhalten

Die bisherige Saison von Ducati gleicht einer Katastrophe. Neuzugang Andrea Dovizioso konnte bisher in den Rennen kaum Akzente setzen und fuhr zuletzt meist auf dem Niveau von Nicky Hayden.

In der Fahrerwertung ist der Italiener bis auf Platz acht abgerutscht und liegt damit nur knapp vor Hayden. Anstatt Honda und Yamaha herauszufordern, muss sich Ducati immer mehr gegen die CRT-Piloten wehren.

„Ich erwartete nicht, dass wir zu Beginn der Saison nicht konkurrenzfähig sind und nicht um Podestplätze kämpfen können. Doch ich erwartete, dass wir uns während der Saison verbessern können. Deswegen bin ich also nicht zufrieden“, bemerkt „Dovi“ gegenüber ‚MotoGP.com‘. In der kommenden Saison übernimmt Cal Crutchlow die Desmosedici von Hayden. Kann der Brite mit seinem Fahrstil den Unterschied ausmachen?

„Wir haben Probleme, die bei jedem Fahrstil auftreten“, ist sich Dovizioso sicher. „Nicky und ich fahren komplett unterschiedlich und sind auf ganz anderen Linien unterwegs. Doch die Ergebnisse sind gleich. Wir sind gleich schnell. Manche Probleme sind so schwerwiegend, dass die Ergebnisse trotz der unterschiedlichen Fahrstile gleich sind“, bedauert der Ducati-Werkspilot. „Man kann die Probleme sehen, wenn man sich die Telemetriedaten ansieht.“

Das Einlenkverhalten ist nach wie vor die Achillesferse der Ducati. „Ich weiß, dass sie sehr hart arbeiten. Das habe ich nie angezweifelt. Doch jeder kann sehen, was die Realität ist. Wir brauchen also vermutlich wirklich ein neues Motorrad“, lässt Dovizioso offen, der mit den bisherigen Entwicklungen keine Fortschritte machen konnte. „Wir müssen den richtigen Lösungsansatz finden.“

Dovizioso wirkte zu Beginn der Saison deutlich motivierter als zur Halbzeit der Saison. Mit guten Trainingsleistungen setzte sich der Italiener gut in Szene. Doch momentan ist sowohl in den Trainings als auch in den Rennen schwierig, diese Motivation zurückzufinden. 2014 sitzt Dovizioso dennoch auf einer der Werks-Ducatis. „Ich habe bewusst einen Zweijahresvertrag abgeschlossen, weil wir nicht in einem Jahr auf das Niveau von Honda oder Yamaha kommen konnten.“

Text von Sebastian Fränzschky

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