Andrea Dovizioso © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso durfte erstmals seit 2012 wieder an der Siegerehrung teilnehmen

Andrea Dovizioso hatte vor dem Rennen in Austin wohl einiges erwartet. Aber dass er am Ende auf dem Podium stehen würde, damit hatte der Ducati-Pilot ganz sicher nicht gerechnet. Wegen einer Grippe musste der Italiener bis zum Samstag Antibiotika nehmen, im Qualifying kam er nicht über Platz zehn hinaus. Das Rennen entschädigte den 28-Jährigen dann aber für alles.

„Alles war fantastisch, die Strategie und das Podium“, freut sich „Dovi“ nach dem Rennen und ergänzt: „Es war sehr schwierig diesen Podiumsplatz zu erreichen, denn ich musste vom Anfang bis zum Ende eine Menge Energie aufwenden. Am Anfang hatte ich noch nicht die Pace, die ich erwartet hatte.“

„Es war sehr schwierig, und ich musste mich konzentrieren, denn man macht sehr schnell einen Fehler. Ich gab aber nicht mehr als 100 Prozent und schonte so den Reifen ein bisschen mehr als die anderen Fahrer. So verlor ich von der Mitte bis zum Ende des Rennens nicht viel Zeit.“

Dovizioso als Reifenflüsterer
Dieser taktische Schachzug brachte dem Italiener am Ende den entscheidenden Vorteil im Kampf um Platz drei gegen Stefan Bradl. Denn während alle erwartet hatten, dass Bradls Honda am Ende schneller sein würde als die Ducati, kam es in den letzten Runden des Rennens genau umgekehrt.

„Mit jeder Runde hatten die anderen Fahrer mehr Probleme mit den Reifen“, berichtet Dovizioso und fügt hinzu: „Ich und Bradl kamen an Iannone vorbei. Da überholte ich Bradl sofort, denn ich konnte nicht mehr warten. Ich sah, dass er Grip verlor, also war ich in einer merkwürdigen Situation, denn ich hatte keine Energie mehr um zu pushen.“

„Aber ich wusste, dass die anderen Fahrer wegen ihrer Reifen auch Probleme hatten. Die einzige Chance das Podium zu erreichen bestand also darin drei gute letzte Runden zu fahren, und ihnen nicht die Möglichkeit zu bieten mit mir zu kämpfen, denn ich war nicht wirklich stark und konnte nicht hart bremsen. Das hat funktioniert.“

Neue Regeln bringen kaum Vorteile
Der Italiener, der erstmals seit dem Großen Preis von Aragonien 2012 wieder aufs Podium fuhr, freut sich „vor allem für das Team und möchte mich bedanken, denn wir hatten eine Menge Probleme und haben noch einen langen Weg vor uns. Es wird schwierig sein jedes Wochenende so wie dieses zu gestalten, aber wir werden weiter hart arbeiten.“

„Die Mechaniker arbeiten viele Stunden, viel länger als ein normales Team. Aber in dieser Situation ist das normal, denn wir müssen wieder stärker werden. Daher ist ein Podium in dieser Phase sehr wichtig für uns“, erklärt der Ducati-Pilot, dessen Team im gesamten Jahr 2013 keine einzige Podiumsplatzierung verzeichnen konnte.

Die Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr beschreibt „Dovi“ so: „Wir konnten viel härter bremsen. Außerdem hatten wir etwas mehr Leistung, denn wir hatten neue Teile am Motor. Darum sind wir hier näher dran. Die Leute denken, dass uns die neuen Regeln die Möglichkeit geben so schnell zu fahren, aber so ist das nicht.“

Dovizioso „liebt“ die Strecke

„Natürlich bringen sie Vorteile, aber wir sind schneller, weil wir die Balance des Motorrads verbessert haben. Wir haben uns dazu entschieden in diese Kategorie zu gehen, damit wir das Motorrad während der Saison verändern können.“ Im Rennen verzichtete der Italiener auf den weichen Hinterreifen, und entschied sich für den Medium-Pneu, den außer Marc Marquez auch alle Werkspiloten fuhren.

„Mein Ingenieur dachte, dass wir immer den weichen Reifen benutzen könnten. Bis jetzt konnten wir das aber nicht. Im Qualifying konnten wir es teilweise, aber hier funktionierte der weiche Reifen nicht wie in Katar, also konnten wir ihn im Rennen nicht benutzen“, erklärt Dovizioso.

Abschließend findet der Italiener noch einige lobende Worte für die Strecke: „Die erste Schikane ist für die MotoGP sehr hart, denn die Geschwindigkeit ist sehr hoch. Also ist es sehr schwierig die Richtung zu wechseln. Wenn man schneller sein will, dann muss man auch mehr Energie aufwenden. Links muss man sehr hart bremsen, daher ist der linke Arm nach ein paar Runden sehr müde. Aber ich liebe diese Strecke.“

Text von Ruben Zimmermann

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