Sandro Cortese - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Ex-Moto3-Champion Sandro Cortese fehlt in der Moto2 momentan ein Erfolgserlebnis

Nach der Saison 2012 stieg Sandro Cortese als amtierender Moto3-Weltmeister in die Moto2 auf. Jürgen Lingg und Stefan Keckeisen stellten für den Deutschen ein starkes Team auf die Beine.

Cortese erhielt von Beginn an Material von Kalex und hatte drei Jahre Zeit, um sich in der hart umkämpften mittleren Kategorie der Motorrad-WM zu steigern. Die Debütsaison verlief holprig, doch im Winter 2013/2014 machte Cortese große Fortschritte und ließ Großes erwarten.

Bis auf ein Podium in der vergangenen Saison gelangen Cortese aber kaum Highlights. Platz neun in der Fahrerwertung war nicht das, was Intact in der zweiten Saison erwartete. Doch in der laufenden Saison traf es das Team noch härter. Cortese ist nach elf Rennen nur WM-14. und kam nicht über siebte Plätze hinaus – zu wenig für die ehrgeizigen Pläne seiner Crew.

„Wir sind etwas ernüchtert“, bemerkt Teammitbesitzer Stefan Keckeisen im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. „Mit unserem Dreijahresplan hatten wir uns definitiv mehr vorgenommen. Wir müssen klar eingestehen, dass wir unsere Ziele nicht erreichen konnten. Dennoch müssen wir weiterhin kämpfen.“ Ursprünglich wollte Intact mit Cortese spätestens in der dritten Saison um die WM kämpfen. Davon ist man momentan weit entfernt.

Doch aufgeben möchte das Team auf keinen Fall: „Für die restlichen Rennen streben wir gute Einzelergebnisse an. Wir werden nicht auf den Meisterschaftsstand schauen. Wir möchten Highlights setzen“, berichtet der Intact-Mitbesitzer, der sich vom WM-Stand nicht ablenken lassen möchte. „Ich bin überzeugt, dass wir mehr können als der Stand in der WM vermuten lässt“, so Keckeisen.

„Wir haben mit den Teammitgliedern und Sandro intensiv gesprochen und werden versuchen, bei den ausstehenden Rennen noch das eine oder andere Minimalziel zu erreichen“, schildert der Intact-Mitverantwortliche. „Uns war bewusst, dass das Feld in dieser Saison noch enger zusammenrückt, weil es so viele Kalex-Bikes im Feld gibt. Dadurch haben wir keinen Vorteil, sondern müssen uns alles hart erarbeiten.“

„Uns fehlt momentan etwas das nötige Glück. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, das alle etwas aufbaut. Das wäre auch für Sandros Selbstvertrauen gut“, betont Keckeisen. „Wir probieren alles. Sandro probiert ebenfalls alles und trainiert sehr hart. Er versucht, sich bestmöglich auf die Rennen zu konzentrieren. Doch wenn der Wurm drin ist und ein Erfolgserlebnis fehlt, dann wird es immer schwieriger, die Ziele zu erreichen.“

„Technisch sind wir super aufgestellt. Wir werden auch in der Zukunft alles probieren“, versichert Keckeisen. Ein Wechsel von Öhlins zu WP steht aber nicht auf dem Plan. „Bei uns gibt es keine Überlegungen, den Federelemente-Hersteller zu wechseln. Wir sind mit Öhlins sehr zufrieden. Wir erhalten sehr gute Unterstützung von Öhlins und werden bevorzugt behandelt.“

„Es hat sich aber tatsächlich einiges getan“, grübelt Keckeisen, der beobachtet hat, wie Johann Zarco, Sam Lowes und Jonas Folger für WP Siege einfahren konnten. „WP hat gute Arbeit geleistet und vorgelegt. Die Öhlins-Leute lassen sich das nicht nehmen. Man erkennt, wie sehr sie kämpfen und dass sie noch mehr Anstrengungen einfließen lassen. Deswegen sind wir bei Öhlins gut aufgehoben“, ist er überzeugt.

Text von Sebastian Fränzschky & Gerald Dirnbeck

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