Andrea Dovizioso © Ducati

© Ducati – Kann Andrea Dovizioso in der neuen Saison an der Spitze um Siege kämpfen?

Seit Luigi Dall’Ignas Ankunft hat sich bei Ducati einiges getan. Über den Winter wurde die Rennabteilung der Italiener grundlegend umstrukturiert. Sowohl die personelle Struktur bei Ducati Corse als auch die Desmosedici wurden in der kurzen Zeit bis zu den Vorsaisontests entscheidend überarbeitet.

Und es scheint, als ob der betriebene Aufwand bereits Früchte trägt: Beim zweiten Sepang-Test trennten Werkspilot Andrea Dovizioso gerade einmal 68 Tausendstelsekunden von der Spitze.

Und auch beim Reifentest auf Phillip Island – einer Strecke, die der Desmosedici überhaupt nicht liegt -, schlugen sich die Ducati-Piloten gut. Im Gegensatz zu den Honda- und Yamaha-Piloten konnte Dovizioso seine Zeiten aus dem vergangenen Jahr erreichen und verbessern. Zu den Bestzeiten fehlten meist nur wenige Zehntelsekunden. Es bleibt festzuhalten: Ducati ist in Schlagdistanz.

Doch „Dovi“ warnt vor vorzeitigen Erfolgsmeldungen: „Ich kann hart bremsen und schnell in die Kurven einbiegen. Doch solange wir das Umlenkverhalten nicht verbessern können, ist es schwierig für uns, an der Spitze mitzuhalten“, wird er von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. „Die Gegner haben keine großen Probleme mit ihren Motorrädern und die Fahrer sind sehr stark. Um mitzuhalten, benötigt man ein sehr gutes Motorrad. Es ist schwierig.“

Dennoch geht der Italiener optimistischer als im vergangenen Jahr in die neue Saison: „Wir sind in Katar konkurrenzfähiger und haben weniger Rückstand als im Vorjahr“, ist er überzeugt. „Im Vorjahr war der Rückstand zu groß. Meine Erwartungen sind im Moment niedrig. Ich kenne die Wahrheit. Das Motorrad wurde verbessert, aber es konnte nicht alles geändert werden. Ich bin sehr froh, dass wir uns verbessert haben, doch wir müssen noch einen großen Schritt machen.“

In seiner Ducati-Debütsaison erlebte Dovizioso einen Rückschlag nach dem anderen. „Im Vorjahr lagen wir eineinhalb Sekunden zurück. Mit solch einem großen Rückstand kann man nichts ausrichten“, bemerkt er rückblickend. Doch auch für die neue Saison hält sich der Routinier mit Prognosen zurück: „Sobald man den Rückstand reduziert, kann man über Positionen oder Strategien nachdenken. Es ist zu zeitig und ergibt keinen Sinn, um über Positionen zu sprechen, weil wir erst seit zwei Monaten mit Gigi arbeiten und Zeit benötigen.“

„Wir konnten uns verbessern, weil wir in einer logischen Art und Weise miteinander gearbeitet haben. Ich bin für die Zukunft optimistisch, aber nicht für jetzt“, stellt der Werkspilot klar. Mastermind Dall’Igna wirkte nach dem Australien-Test erleichtert. „Wir wollten die guten Ergebnisse aus Sepang bestätigen. Ich bin sehr froh, weil Sepang und Phillip Island zwei absolut unterschiedliche Strecken sind und das Motorrad momentan auf beiden gut funktioniert. Ich bin sehr froh“, hält er gegenüber ‚MotoGP.com‘ fest. „Wir müssen das Motorrad noch stark verbessern, um unsere Gegner einzuholen, doch wir sind auf dem richtigen Weg.“

Text von Sebastian Fränzschky

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