Casey Stoner - © Ducati

© Ducati – Ducati-Pilot Casey Stoner holte in der Saison 2007 überlegen den WM-Titel

Ducati meldete sich mit dem Sieg in Spielberg zurück an der Spitz der MotoGP. Nach fünf sieglosen Jahren gelang Andrea Iannone der erste Sieg seit Casey Stoner 2010 auf Phillip Island.

Die Ducati Desmosedici ist nun auf Augenhöhe zur Yamaha M1 und der Honda RC213V. Mit Jorge Lorenzo sitzt in der kommenden Saison ein absoluter Topfahrer auf der leistungsstarken V4-Rakete aus Bologna.

Steuert Ducati auf eine ähnliche Dominanz zu wie vor zehn Jahren, als man sich Stoner angelte und 2007 dominant den WM-Titel sicherstellte? „Es hängt von den Fahrern ab. In der MotoGP machen die Fahrer 60 Prozent aus“, bemerkt Lorenzo, der Yamaha, Honda und Co. nicht abschreibt: „Ducatis Gegner sind keine kleinen Werke. Es handelt sich um Honda, Yamaha, Suzuki, Aprilia und KTM. Das sind starke Werke. Es ist schwierig, in der MotoGP zu dominieren. Für mich wäre es toll, wenn das nächste Motorrad sehr stark ist, doch das wird sich in der Zukunft zeigen.“

Bei Ducati können nicht nur die Werkspiloten euphorisch in die Zukunft schauen. Auch die Kunden-Teams genießen eine vorbildliche Unterstützung und demonstrierten in der laufenden Saison einige Male, wie gut die 2015er- und 2014er-Ducati nach wie vor sind. Scott Redding wird bei Pramac vermutlich eine 2016er-Ducati erhalten, mit der er ein Kandidat für Podestplätze sein könnte.

Eine Ducati-Dominanz erwartet Redding aber nicht. „Ich denke, Ducati wird in der kommenden Saison konstanter sein. Daran arbeiten sie aktuell mit Blick auf die neue Saison“, berichtet der Brite. „Es wäre also möglich, dass die Ducati-Teams konstantere Ergebnisse einfahren, doch Honda, Yamaha, Suzuki und Co. sind starke Gegner. In den kommenden Jahren wird kein Hersteller dominieren. Es wird immer eng zugehen.“

Und auch Alvaro Bautista soll 2017 eine 2016er-Ducati erhalten. Bautista genießt in der kommenden Saison bei Aspar den Status des Nummer-1-Fahrers. Zu den Kräfteverhältnissen möchte der Spanier sich noch nicht äußern: „Die MotoGP ist die höchste Klasse im Motorradsport. Es ist in jedem Jahr anders. Es hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel den Reifen“, erklärt er.

„Bei jedem Rennen ändern sich die Reifen. Wir müssen abwarten, welche Reifen wir in der kommenden Saison erhalten. Das kann einigen Herstellern helfen und anderen weniger. Es ist schwierig für einen Hersteller, in dieser Klasse zu dominieren“, betont Bautista und ist damit mit Lorenzo und Redding einer Meinung.

Text von Sebastian Fränzschky

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