Andrea Dovizioso - © Ducati

© Ducati – Andrea Dovizioso soll für Ducati 2015 endlich wieder einen Sieg einfahren

Seit mehr als vier Jahren wartet Ducati mittlerweile auf einen Sieg in der MotoGP.

Zuletzt gelang Casey Stoner dieses Kunststück 2010 auf Phillip Island. Doch Stoner ist mittlerweile im Ruhestand und mit ihm haben sich auch die Erfolge aus Bologna verabschiedet. 2015 will das Team mit der neuen GP15 diese Durststrecke nun endlich beenden und wieder um Siege in der Königsklasse des Motorrad-Sports kämpfen.

„Das neue Motorrad ist etwas spät dran“, gibt Ducatis MotoGP-Direktor Paolo Ciabatti gegenüber ‚Autosport‘ zu und erklärt im Hinblick auf die späte Premiere der neuen Maschine: „Wir starten lieber etwas später, anstatt das Debüt des neuen Motorrads zu überstürzen und dann viele Dinge noch einmal ändern zu müssen.“ Während Honda seine neue Maschine beispielsweise bereits im Sommer des vergangenen Jahres testete, wird die GP15 ihre Premiere erst beim Wintertest in Sepang feiern.

„Wir haben uns entschieden, dieses Risiko einzugehen, um die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu erledigen. Das Motorrad ist komplett neu, auch der Motor. Also gibt es eine Menge Arbeit zu erledigen“, erklärt Ciabatti, der allerdings trotzdem optimistisch ankündigt: „Es sieht so aus, dass sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in der Lage sein werden, um Siege mitzukämpfen.“

Ein durchaus anspruchsvolles Ziel, wenn man in die jüngere Vergangenheit zurückblickt. In den vergangenen Jahren war Stoner der einzige Pilot, der auf der Desmosedici überhaupt Siege feiern konnte. 2007 war Loris Capirossi der letzte siegreiche Ducati-Pilot, der nicht auf den Namen Stoner hörte. In der MotoGP ist das eine Ewigkeit, es scheinen Erfolge aus einer anderen Zeit zu sein.

Beeindruckend sind auch die Namen, die sich seit 2007 neben beziehungsweise nach Stoner auf der Desmosedici versuchten: Marco Melandri, Mika Kallio, Nicky Hayden, Andrea Dovizioso, Cal Crutchlow und sogar Valentino Rossi. Sie alle sind bei dem Versuch gescheitert, mit der Ducati ganz oben auf das Podium zu fahren. Neben Dovizioso setzt man 2015 auf Andrea Iannone, der sich über gute Leistungen bei Pramac empfohlen hat.

Ob man die Lücke nach ganz vorne tatsächlich schließen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Dovizioso und Crutchlow fuhren 2014 zusammen insgesamt dreimal aufs Podium, profitierten dabei allerdings immer von Problemen der Konkurrenten. Daher erscheint es eher unwahrscheinlich, dass Ducati 2015 tatsächlich aus eigener Kraft um Siege mitkämpfen kann. Ein Überraschungserfolg könnte allerdings durchaus möglich sein, wenn die äußeren Umstände es erlauben.

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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