Chaz Davies, Davide Giugliano - © Ducati

© Ducati – Chaz Davies und Davide Giugliano sind auch 2015 Teamkollegen bei Ducati

Die bevorstehende Superbike-WM-Saison soll die Wiederauferstehung von Ducati sein. Mit der Panigale verfehlten die Ducati-Piloten in den beiden vergangenen Jahren die gesetzten Ziele und standen nur selten auf dem Podium. Der bisher letzte Ducati-Sieg gelang in der Saison 2012, als Carlos Checa mit der 1098R beim Lauf in den USA am 28. Mai als amtierender Weltmeister ganz oben stand.

Hoffnung macht das neue Reglement, das Ducati entgegen kommt. Ab 2015 müssen Serien-Kolben und Serien-Pleuel verwendet werden. Da Ducati bei der Panigale R bereits in der Serie auf Titan setzt, hat man einen kleinen Vorteil. Zudem wird es keine Restriktoren für die V2-Bikes mehr geben. Die Motorleistung der 2015er-Maschine soll der Vorjahresmaschine in nichts nachstehen. Und auch die Budgetgrenze bei der Elektronik scheint Ducati nicht so hart zu treffen wie andere Mitbewerber.

Mit Aruba hat das Ducati-Werksteam einen neuen Hauptsponsor an Land gezogen. Drei Jahre wird der Cloudanbieter als Hauptsponsor agieren. Die Präsentation der 2015er-Bikes fand in der Firmenzentrale des Unternehmens in Arezzo statt. Wie im Vorjahr sitzen Chaz Davies und Davide Giugliano auf den V2-Rennern aus Bologna. Mit dem Briten und dem Italiener möchte Ducati wieder an die Erfolge von Carl Fogarty, Troy Bayliss und Co. anknüpfen.

Ducati und die Vergangenheit
„Die Superbike-WM ist für Ducati von großer Bedeutung und wichtig für unsere Geschichte“, betont Ducati-Gechäftsführer Claudio Domenicali. „Wir haben 14 Fahrer- und 17 Hersteller-Titel geholt und möchten mit der Panigale unbedingt wieder siegen. Der Dreijahres-Vertrag mit Aruba ist ideal, um wieder an die Spitze der Meisterschaft zurückzukehren.“

Corse-Chef Luigi Dall’Igna begrüßt die neuen Regeln in der Superbike-WM: „Die neuen Regeln bringen die Superbikes sehr nah an die Serienmodelle heran. In diesen aus wirtschaftlicher Sicht schwierigen Zeiten ist das meiner Meinung nach der richtige Weg. Wir müssen die Kosten im Auge behalten und für Chancengleichheit sorgen.“

Fortschritte sollen durch die Umstrukturierung der Rennabteilung nun schneller möglich sein: „Durch die Umstrukturierung der Rennabteilung gibt es nun eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern im Werk und dem Rennteam. Davon sollte das Superbike-Projekt profitieren“, erklärt Dall’Igna, der bereits das MotoGP-Team komplett umkrempelte.

Neuer Auspuff von Akrapovic
Die 2015er-Panigale setzt wie die Desmosedici auf Akrapovis. Die Zusammenarbeit mit Termignoni ist damit im Rennsport komplett beendet. „Wir haben unsere Zusammenarbeit mit Akrapovic auch auf das Superbike-Projekt ausgeweitet. Seit der vergangenen Saison kooperieren wir mit Akrapovic in der MotoGP. Wir haben zusammen einen Auspuff entwickelt, der bereits bei den Wintertests exzellente Ergebnisse erzielte. Unser Ziel ist es, 2015 wieder zu gewinnen und zu den Hauptprotagonisten der Meisterschaft zu gehören“, so Dall’Igna.

Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli freut sich, dass die 2015er-Panigale genauso leistungsstark ist wie das 2014er-Modell, obwohl man in der neuen Saison mehr Serienteile verwenden muss: „Die 2015er-Panigale ist eine Evolution der 2014er-Maschine. Wir haben uns an die neuen technischen Regeln angepasst und bei der Aufhängung, den Bremsen und dem Chassis Verbesserungen erzielt. Die drei Bereiche, die für die größten Änderungen sorgten sind die Elektronik, der Motor und der neue Auspuff.“

„Das Elektronikpaket wurde komplett überholt, weil die neuen Regeln eine Obergrenze von 8.000 Euro vorschreiben. Es wurden viele Komponenten getauscht, vor allem bei den Sensoren. Wir mussten uns auf die IMU-Plattform umstellen, die lediglich eine Drittel der Kosten verursacht wie die Elektronik aus dem vergangenen Jahr“, berichtet Marinelli.

„Trotz der signifikanten Unterschiede bei den Kosten konnten wir die gewohnte Arbeitsweise beinahe komplett erhalten und sie durch neue Einstellungen updaten. Der Motor ist nicht so sehr getunt wie bei der Vorjahresmaschine. Er ist näher am Motor der neuen Panigale R dran und setzt auf Serien-Kolben. Wir konnten die Leistung der 2014er-Maschine dennoch erhalten“, lobt der Superbike-Projektleiter.

Video der neuen Ducati

Text von Sebastian Fränzschky

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