Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Dank der Elektronik haben die Fahrer etwas weniger Arbeit

Früher war alles besser – das sieht auch Kevin Schwantz so: Der ehemalige 500er-Weltmeister wünscht sich, dass die MotoGP-Piloten wieder mehr Arbeit übernehmen und sich nicht so oft auf die Elektronik der modernen Motorräder verlassen sollten.

Anti-Wheelie, Traktionskontrolle, Motormappings und die weiteren elektronischen Helfer erleichtern die Arbeit der Piloten zu sehr, findet Schwantz.

„Ich denke nicht, dass in der heutigen MotoGP-Ära sehr viel Handwerkszeug dazugehören muss“, bemerkt der US-Amerikaner im Gespräch mit ‚Racer.com‘ kritisch. „Jeder weiß, was er zur Verfügung hat. Sie haben ihre elektronischen Einstellungen, die Motoren-Mappings sind programmiert und dann geht es darum, die perfekte Runde zu drehen. Ich denke, diese perfekten Runden sind durch die Elektronik einfacher zu fahren.“

Schwantz erinnert sich an ein Gespräch mit Giacomo Agostini: „Als ich zu ‚Ago‘ sprach, meinte er: ‚Ich habe dich in Spa beobacht und festgestellt, dass du in den 18 Runden die Eau Rouge auf 18 verschiedenen Linien durchfahren hast.‘ Ich frage: ‚Wirklich? Das ist ziemlich schlecht, oder?‘ Er antwortete: ‚Nein, weil es immer gepasst hat und du als Fahrer verschiedene Dinge versuchen musst, etwas weiter rechts einzubiegen, oder etwas weiter links, etwas gerade den Hügel hinaufzufahren und so weiter. Man lernst ständig, passt sich an und stellt sich darauf ein.'“

In der heutigen Zeit fahren die Piloten rundenlang identische Rundenzeiten. Das liegt laut Schwantz auch an der Elektronik. „Nun gibt es weniger Improvisation. Man muss sich weniger anpassen. Zudem werden die Rennen zu oft in den ersten fünf Runden entschieden“, kritisiert der ehemalige Grand-Prix-Pilot.

Text von ebastian Fränzschky

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