Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo bereitet in Australien die Elektronik Sorgen

Das Yamaha-Werksteam präsentierte sich auch am zweiten Testtag in Phillip Island stark. Bis kurz vor Ablauf der Zeit lagen Jorge Lorenzo und Valentino Rossi Kopf-an-Kopf auf den ersten beiden Plätzen.

Erst als in der Schlussphase noch einige andere Fahrer auf Zeitenjagd gingen, fiel das Duo auf die Positionen drei und vier zurück. In den letzten Minuten blieben Lorenzo und Rossi an der Box. Auf trockener Strecke hinterließ Yamaha generell den konstant stärksten Eindruck.

Obwohl die australische Rennstrecke in der Früh noch nass war, fuhr Lorenzo hinaus und arbeitete an der Regenabstimmung. Am Nachmittag konzentrierte sich der Weltmeister auf Longruns, auch wenn er keine komplette Rennsimulation abspulte, und sammelte Daten für die Elektronik und den Reifenverschleiß. „Ich bin eine halbe Rennsimulation gefahren und es war nicht so schlecht. Körperlich ist es aber anstrengender als im Vorjahr“, lautet Lorenzos Fazit. „Wir müssen daran arbeiten, dass das Motorrad einfacher zu fahren ist.“

Insgesamt war der Spanier nicht ganz zufrieden. Der Slick-Vorderreifen vermittelt ihm kein optimales Gefühl und auch die Elektronik funktioniert in Phillip Island nicht so gut wie zuletzt in Sepang. „Es fehlt noch etwas in der Kurvenmitte, weil die Elektronik nicht stabil arbeitet“, seufzt Lorenzo. „Wir hatten heute auch Probleme mit der Front, denn die Stabilität war nicht optimal, wenn ich Vollgas gab.“

„Ich denke, es ist eine Kombination aus Strecke, Asphalt und die Art der Kurven, denn sie sind schneller als in Sepang“, sucht der 28-Jährige eine Erklärung. „Wenn wir das Problem lösen, dann sollten wir viel schneller sein. Wenn ich mir den heutigen Tag ansehe, dann könnte die Elektronik die Performance der Motorräder von Strecke zu Strecke verändern. Jemand kann auf einem Kurs einen Vorteil haben und auf einem anderen Schwierigkeiten. Wir müssen verstehen, wie wir konkurrenzfähiger werden, damit ich den gleichen Vorteil wie in Sepang habe.“

Valentino Rossi mit seinen Zeiten zufrieden
In Malaysia hatte Lorenzo einen Vorsprung von rund einer Sekunde auf die Konkurrenz. Am heutigen Donnerstag lagen die Spitzenfahrer sehr dicht beisammen. Mit insgesamt 80 Runden war Lorenzo einer der fleißigsten Fahrer des Tages. Teamkollege Rossi fuhr 71 Runden und war in seiner schnellsten nur um 0,047 Sekunden langsamer als Lorenzo. Der Italiener stieg erst in den Testbetrieb ein, als sich am späten Vormittag eine trockene Ideallinie bildete.

„Heute ist endlich der Sommer gekommen und wir konnten an den Motorrädern und vor allem den Reifen arbeiten“, berichtet Rossi von seinem Tag. „Ich bin sehr zufrieden, denn ich war von in der Früh bis am Abend schnell und auf den ersten Plätzen. Ich hatte auch ein sehr gutes Gefühl für das Bike und konnte mich steigern.“ Sein Gefühl für den Michelin-Vorderreifen war besser als gestern, aber man kann nicht so pushen wie den Bridgestone. Dafür ist der Hinterreifen besser.

Generell glaubt auch Rossi, dass die Motorräder über eine Renndistanz schwieriger zu fahren sind: „Die Rennpace zu halten, wird sicherlich schwieriger sein, weil dir die Elektronik weniger hilft. Man muss mehr mit dem Körper und dem Gas arbeiten. Es wird also anstrengender werden.“ Offen ist weiterhin, für welches Chassis sich Yamaha entscheidet. Heute fuhren beide mit der 2015er-Version. Bleibt es am Freitag trocken, so sind viele Runden mit dem neuen Bike geplant.

Text von Gerald Dirnbeck

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