Eugene Laverty  © Yamaha

© Yamaha - Eugene Laverty muss sich bei Aprilia gegen Max Biaggi durchsetzen

Aprilia-Neuzugang Eugene Laverty hat mit Max Biaggi einen starken Teamkollegen und möchte in seiner zweiten Superbike-Saison einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Nach einem guten Debüt bei Yamaha, bei dem er bereits Rennen gewinnen konnte, peilt er auch mit dem neuen Einsatzgerät Laufsiege an. Im Interview spricht der Nordire über das neue Team, die Superbike-WM und die Saison 2012.

Frage: „Nach einer tollen Debütsaison bist du zu Aprilia gegangen. Fühlst du dich für die neue Herausforderung bereit?“
Eugene Laverty: „Ja, klar. Ich hatte einen vielversprechenden Start, als ich das neue Motorrad in Portimao getestet habe. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl für die RSV4 und die Leute im Team haben mich von Anfang an als ein neues Familienmitglied aufgenommen. Natürlich werde ich die kommenden Schwierigkeiten, die bei einem neuen Abenteuer entstehen, nicht unterschätzen.“

Frage:
„Du bist in verschiedenen Meisterschaften verschiedene Arten von Motorrädern gefahren. Was hat dich zu den Superbikes gebracht?“
Laverty: „Zuerst einmal muss ich sagen, dass die Superbikes sehr kräftig sind. Wir reden hier von über 200 PS. Superbikes sind sehr hoch entwickelte Maschinen, die den maximalen Einsatz beim Fahren fordern. Man kann sich nicht zurücklehnen, egal welches Bike man fährt. Bei einer 1.000er ist es aber umso härter. Die Werke haben bei der Elektronik und der Performance im Allgemeinen gigantische Schritte gemacht. Das sind richtige Rennmotorräder, wie die Verfeinerungen an unseren Werksmodellen zeigen.“

Frage: „In der Superbike-WM geht es heiß her. Was denkst du über den Wettbewerb?“
Laverty: „Ich kann nur zustimmen. Ich glaube nicht, dass es viele Motorrad-Meisterschaften gibt, die über solch eine Balance verfügen und durch unterschiedliche Motorräder die Qualitäten der Fahrer und Teams hervorbringen. Es ist eine Meisterschaft, in der die Details den Unterschied machen. Und nicht zu vergessen: Konstanz. Sowohl Max als auch Carlos haben ihre Titel Rennen für Rennen geholt und Fehler auf ein Minimum reduziert.“

Frage: „Man muss also schnell sein und darf gleichzeitig keine Fehler machen. Denkst du, dass die neue Regel, die vorschreibt, dass jeder Fahrer nur noch ein Motorrad haben darf, ein Problem darstellt?“
Laverty: „Es wird definitiv wechselhafter werden, besonders in der Superpole, wenn man in der ersten Runde alles ruinieren kann, wenn man stürzt. Ich denke, dass ich ein Fahrer bin, der mit solchen Situationen klarkommt, besonders wenn ich bei den ersten Tests noch familiärer mit der Aprilia-Mannschaft werde. Ich bin mir sicher, dass es keine einfache Meisterschaft werden wird.“

Frage: „Welche Ziele hast du für 2012?
Laverty: „Diese Frage stellen mir viele Leute. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich nach einem guten Debüt in meiner zweiten Superbike-Saison, so oft wie möglich aufs Podium fahren und ein paar Siege holen möchte. Den Rest müssen wir abwarten. Wenn alles nach Plan läuft, wird uns das Jahr viel Spaß machen. Für Prognosen ist es zu zeitig. Darüber sprechen wir in ein paar Monaten.“

Text von Sebastian Fränzschky

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