Eurosport-Team - © FGlaenzel

© FGlaenzel – Das Eurosport-Team um Kommentator Ron Ringguth und Alex Hofmann ist bereit

Am Mittwoch hat Eurosport in der Medienbrücke in München das Konzept für die MotoGP-Übertragungen der Saison 2015 vorgestellt.

Anwesend waren neben sämtlichen deutschen Moto3- und Moto2-Piloten auch die vier Gesichter der Übertragungen: Alex Hofmann, Lenz Leberkern, Dirk Raudies und Ron Ringguth. In einer Pressemitteilung verspricht man „die bisher ausführlichste MotoGP-Berichterstattung in Deutschland“.

Besonders dürften sich viele Fans über die Verpflichtung von Alex Hofmann freuen, der zuvor bereits für Sport1 als Experte aktiv gewesen war und sich bei den Zuschauern stets großer Beliebtheit erfreute. Mit Kommentator Ron Ringguth hat er ein bekanntes Eurosport-Gesicht an seiner Seite, das man außerdem aus zahlreichen TV-Events von Stefan Raab kennt.

Eben diese Events bezeichnet Ringguth selbst als „gutes Training“, um sich auf die kommenden langen Sendestrecken vorzubereiten. Bei Veranstaltungen wie der „Wok WM“ oder dem „TV Total Turmspringen“ saß Ringguth in der Vergangenheit häufig bereits um die vier Stunden in der Kommentatorenkabine. Unterstützt werden die beiden außerdem von Dirk Raudies und Lenz Leberkern.

Neun Rennen exklusiv auf Eurosport 2
Bei Eurosport ist man also bestens für die kommende Saison gerüstet. Trotzdem sind viele Zuschauer von dem vorgestellten Konzept etwas enttäuscht, denn in der kommenden Saison werden nur neun der 18 Grands Prix der Motorrad-Weltmieterschaft auf Eurosport empfangbar sein – die anderen neun wird es auf Eurosport 2 zu sehen geben. Das stößt deshalb auf wenig Gegenliebe, weil der Sender in Deutschland nicht kostenlos empfangbar ist.

In Nordrhein-Westfalen ist Eurosport 2 im TV über den dortigen Kabelbetreiber Unitymedia beispielsweise lediglich über ein Programmpaket buchbar, das mit Kosten in Höhe von 15 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Viele Fans sind daher mit der Situation unzufrieden, hatten sie doch gehofft, alle Rennen der Saison 2015 im Free-TV sehen zu können.

Eurosport selbst betont, dass man durch dieses Konzept Irritationen beim Zuschauer vermeiden wolle. So habe man sich bewusst dazu entschieden, die Wochenenden jeweils komplett bei einem Sender (Eurosport oder Eurosport 2) zu zeigen und nicht beispielsweise Qualifying und Rennen auf unterschiedlichen Sendern, wie Vorgänger Sport1 (mit Sport1+) die Situation in der Vergangenheit teilweise löste.

Außerdem stellt Eurosport die Möglichkeit heraus, auf diese Art eine Berichterstattung im größtmöglichen Ausmaß anbieten zu können. So wird es bereits am Donnerstag vor den Rennwochenenden diverse Vorberichte geben, am folgenden Montag dann noch einmal eine Highlightshow. Ohne Frage räumt Eurosport der MotoGP, Moto2 und Moto3 also viel Zeit in seinem Programm ein.

Die Strategie passt außerdem ins europäische Gesamtbild. In Ländern wie Italien oder Spanien ist die MotoGP ebenfalls nur noch teilweise oder sogar überhaupt nicht mehr im Free-TV empfangbar. Auch in Großbritannien ist man bereits vor einiger Zeit ins Pay-TV abgewandert. Ein Trend, der sich in Deutschland mit Sport1+ bereits abzeichnete und nun weitergeführt wird.

Eurosport Rennkalender MotoGP 2015  - © Eurosport

Eurosport Rennkalender MotoGP 2015 – © Eurosport

Text von Ruben Zimmermann

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Eine Antwort auf Eurosport verspricht „bisher ausführlichste Berichterstattung“

  1. Rolf

    Das ist mal wieder typisch deutsche „Fans“: Alles umsonst haben wollen. Leute, die haben für die Rechte bezahlt, das Geld muss ja irgendwie wieder rein kommen, die Kommentatoren wollen auch nicht hungern, so what? 15 Euro im Monat sind zu viel? Ihr versauft an einem WE ein vielfaches, und habt ausser Kopfschmerzen nix davon. Schon mal darüber nachgedacht? Ups, sorry, geht ja nicht.

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