© KTM - Der Moto3-Motor von KTM: Ein Zylinder und 250 Kubikzentimeter Hubraum

Der Motorrad-Weltverband FIM hat das endgültige Reglement für die neue Moto3 veröffentlicht. Statt der 125er-Klasse mit Zweitaktmotoren, wird es im kommenden Jahr Viertakter mit 250 Kubikzentimetern Hubraum geben. Die Zylinderanzahl ist auf einen beschränkt.

Die maximale Bohrung liegt bei 81 Millimetern. Die Drehzahl ist auf 14.000 Umdrehungen pro Minute begrenzt. Die Ventilsteuerung muss per Kette angetrieben werden, variable Systeme sind nicht erlaubt. Pneumatische, oder hydraulische Ventilsysteme sind untersagt.

Um die Kosten niedrig zu halten, ist der Preis für einen Motor auf 12.000 Euro begrenzt. Sollte ein Motorhersteller ein Tuning-Kit anbieten, so darf der Basismotor plus Kit die 12.000 Euro nicht übersteigen. Damit es zu keinem Wettrüsten kommt, wurde auch in der Moto3 die Claiming-Rule eingeführt. Ein Team kann den Motor eines anderen Teams um 12.000 Euro kaufen und ihn dann genau unter die Lupe nehmen.

Ein Motorhersteller muss mindestens 15 Fahrer versorgen können, inklusiv Tuning-Kit, falls eines vorhanden ist. Ein Neueinsteiger muss hingegen nur acht Piloten beliefern. Beim Getriebe sind sechs Gänge vorgeschrieben. Zu Saisonbeginn müssen zwei unterschiedliche Übersetzungen nominiert werden, die dann im kompletten Jahr zum Einsatz kommen. Es ist eine Einheitselektronik vorgeschrieben, die von den Offiziellen jederzeit überprüft werden kann.

Das minimale Gesamtgewicht von Fahrer und Motorrad beträgt 148 Kilo. Die Bremsen müssen aus einem Material aus Eisen sein, und bei der Federung sind nur konventionelle, mechanische Systeme erlaubt. Zur technischen Abnahme darf ein Fahrer nur ein Motorrad bringen. Damit will man Ersatzmaschinen möglichst verhindern. Über die Saison gesehen dürfen nur acht Motoren verwendet werden. Ein überholtes Aggregat wird als neuer Motor bezeichnet.

Text von Gerald Dirnbeck

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