Jonas Folger - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – 40 Punkte Rückstand: Jonas Folger verlor in Le Mans den Anschluss an die Spitze

Die Reise nach Le Mans hat sich für das Intact-Team nicht gelohnt. Für Sandro Cortese war der Frankreich-Grand-Prix bereits vorbei, bevor er richtig losging.

Der ehemalige Moto3-Weltmeister trat vorzeitig die Heimreise an, da die Nachwehen vom Jerez-Sturz zu schmerzhaft waren. Teamkollege Jonas Folger ging ebenfalls leer aus. Folger stürzte im Rennen und kassierte damit seinen zweiten Nuller in der laufenden Saison.

„Es war ein Wochenende, das am Freitag mit dem ersten und dem zweiten Training gut angefangen hat, dann aber immer schwieriger wurde. Wir haben insgesamt vier Stürze gehabt, was mir glaube ich in meiner ganzen Karriere noch nicht passiert ist. Das war natürlich auch ein Grund dafür, warum das Vertrauen weg war“, berichtet Folger.

„Ich habe probiert, das im Rennen komplett auszublenden und neu anzufangen und bin auch relativ frei gefahren. Doch dann bin ich erneut gestürzt, ohne jede Vorwarnung, genau wie bei den anderen Stürzen“, ärgert sich der zukünftige MotoGP-Pilot. „Es fällt schwer, ein richtiges Fazit aus diesem Wochenende zu ziehen. Wir haben das Beste probiert, jeder hat sein Maximum gegeben. Wir müssen dieses Rennen jetzt vergessen und ich bin mir ganz sicher, dass wir in Mugello wieder stärker sein werden.


Teamchef Jürgen Lingg hat Folgers Stürze analysiert und weiß genau, warum sich der mehrfache Grand-Prix-Sieger in Le Mans so schwer tat: „Manche Piloten erzielen ihre Zeiten in der Kurveneinfahrt und einige im Kurvenausgang, so wie zum Beispiel Lüthi oder Rins. Für diejenigen hat Le Mans kein so riesiges Problem dargestellt. Auf der anderen Seite gibt es Fahrer, wie Lowes, Zarco und Jonas, die alle ähnlich stark das Vorderrad belasten und größere Schwierigkeiten hatten. Das ist unabhängig vom Fahrwerk, sondern war einfach von der Beschaffenheit des Fahrbahn-Belags hier sehr kritisch.“

„Außerdem haben wir einen neuen Hinterreifen erhalten, der richtig gut ist. Allerdings kommt dadurch das Motorrad aus der Balance, weil der Vorderreifen nicht mithalten kann. In absehbarer Zeit wird es auch einen neuen Vorderreifen geben, der daran angepasst ist. Jonas ist einer, der am extremsten übers Vorderrad fährt. Deshalb war es für ihn besonders schwer“, begründet Lingg. „Die Stürze im Training waren auch nicht gerade förderlich. Er hat es zwar immer wieder probiert, aber natürlich an Vertrauen eingebüßt. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, dieses Wochenende so schnell wie möglich vergessen und dann in Mugello wieder angreifen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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