Valentino Rossi, Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Jorge Lorenzo ging entschlossen in Kurve eins an Valentino Rossi vorbei

Die Kontroverse zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez war nach dem turbulenten Malaysia-Grand-Prix in Sepang nicht das einzige Gesprächsthema.

Auch Jorge Lorenzo musste sich zwischenzeitlich Sorgen um seinen zweiten Platz machen, auch wenn er in der anschließenden Pressekonferenz nicht wahrhaben wollte, dass er unter gelben Flaggen überholt haben soll, was die TV-Aufnahmen aber vermuten ließen.

„Ich weiß davon nichts. Ich muss es mir anschauen, doch ich bezweifle, dass ich damit so viel Risiko eingegangen bin wie Vale bei seinem Manöver“, bemerkte Lorenzo und griff den Journalisten an, der ihn auf den Vorfall in Kurve eins ansprach: „Ist das für dich wichtig, ja?“ Die Rennleitung sprach keine Strafe für das Überholmanöver aus. Warum?

„Beim Überholmanöver von Lorenzo an Rossi gab es keine Verletzung der gelben Flaggen“, heißt es in einem Statement der Rennleitung. Normalerweise wird jedes Streckenposten-Signal genau aufgenommen. In diesem Fall war es aber nicht so einfach, den Vorfall mit der gelben Flagge zu rekonstruieren: „Es dauerte eine Weile, bis wir eine Videosequenz finden konnten, weil es keinen Streckenposten-Report dazu gab.“

„Die Aufnahme zeigt, dass Lorenzo in Kurve eins an Valentino vorbeigeht und keine gelben Flaggen gezeigt werden. Nach dem Überholmanöver macht ein dahinter fahrender Pilot einen Fehler beim Bremsen und muss in Kurve eins eine weite Linie wählen. Der Streckenposten schwenkte die gelbe Flagge, beendete das Signal aber sofort, als er sah, dass der Fahrer nicht in den Kies fährt oder sogar stürzt“, erklärt die Rennleitung.

„Die Aufnahme, die wir alle sahen, zeigt die gelbe Flagge im Hintergrund, doch zu diesem Zeitpunkt waren Jorge Lorenzo und Valentino Rossi schon vorbei. Beim Überholvorgang wurde keine gelbe Flagge geschwenkt“, stellen die Verantwortlichen klar. „Die Flagge wurde nur drei Sekunden lang geschwenkt. Der Streckenposten war ein bisschen übereifrig, weil er dachte, dass es zu einem Sturz kommt.“

Fakt ist, die bekannte Szene hat mit dem Sturz von Loris Baz nichts zu tun. Der Forward-Pilot stürzte erst nach dem Fehlsignal des Streckenpostens. „Die Flagge wurde zehn Sekunden später geschwenkt, als Baz stürzte. Doch zu diesem Zeitpunkt waren die führenden Fahrer lange vorbeigefahren“, stellt die Rennleitung klar.

Text von Sebastian Fränzschky

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