Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Qualität bei Michelin: Valentino Rossi erkannte in Australien Schwankungen

Nach dem wenig aussagekräftigen Test in Sepang folgte auf Phillip Island ein weiteres Kräftemessen, das unterm Strich für wenig Klarheit sorgte.

Neben dem wechselhaften Wetter kämpften die MotoGP-Piloten beim zweiten offiziellen Vorsaisontest vor allem mit den Michelin-Reifen, die offensichtlich großen Schwankungen unterlagen.

Fahrer wie Valentino Rossi oder Andrea Dovizioso stellten fest, dass es Michelin nicht gelang, gleichbleibende Qualität zu liefern. Dadurch war es für die Fahrer und Teams noch schwieriger, brauchbare Erkenntnisse zu gewinnen.

„Nicht jeder Reifen hatte gleich viel Haftung“, betont Ducati-Werkspilot Dovizioso. „Das erschwerte die Arbeit am Motorrad, denn wenn jeder Reifen unterschiedlich viel Haftung hat, dann sind auch die Rundenzeiten unterschiedlich. Man hat immer ein gewisses Gefühl, doch man bestätigt es mit Rundenzeiten. Deshalb war die Situation nicht gerade ideal. Ich hoffe, dass es sich beim nächsten Test nicht wiederholt.“

Und auch Landsmann Rossi hatte den Eindruck, dass es zwischen den Reifensätzen Unterschiede gab. Doch der Yamaha-Werkspilot möchte Michelin noch nicht zu stark unter Druck setzen: „Diesbezüglich waren die Bridgestone-Reifen sehr gut, weil 99 von 100 Reifen absolut gleichwertig waren“, vergleicht Rossi. „Es hatten einige Fahrer Probleme, doch wir müssen abwarten. Ich denke, die Qualität der Reifen ist gleichwertig. Ich hatte weder in Valencia, noch in Sepang Probleme sondern nur hier.“

„Meiner Meinung nach sind die Vorderreifen nach wie vor ein bisschen schlechter als die von Bridgestone. Doch dafür sind die Hinterreifen besser. Unterm Strich ist es also beinahe ausgeglichen. Wir konnten bereits die Rundenzeiten fahren, die wir im Rennen fuhren. Das erwartete sicher niemand“, berichtet der Routinier. „Es ist ungewohnt, mit den Michelin-Reifen zu fahren, doch gleichzeitig mag ich es. Es macht Spaß. Und das ist wichtig.“

Teamkollege Jorge Lorenzo kam auf Phillip Island nicht so gut zurecht wie in Sepang, als er die Konkurrenz mit überlegenen Bestzeiten schockierte: „Die Reifen machen das Fahren anstrengender. Zudem ist die Elektronik ein bisschen unberechenbarer, da sie nicht so fortschrittlich ist. Man muss mit den Reifen sehr vorsichtig sein, vor allem wenn sie abbauen“, bemerkt der Spanier.

„Die Reifen bauen viel schneller ab als die im Vorjahr, weil die Performance der Hinterreifen besser ist. Weil sie besser sind, fällt die Performance schneller ab. Die Kombination aus weniger ausgeklügelter Elektronik und schneller abbauenden Hinterreifen macht das Fahren anstrengender“, schildert der Weltmeister. „Hier hatten wir Schwierigkeiten, Stabilität am Vorderrad aufzubauen. Deswegen ist es drei Mal so anstrengend.“

Bei Michelin stuft man den Australien-Test als Erfolg ein. „Wir waren mit den Bedingungen sehr zufrieden. Es gab Mischbedingungen, war zeitweise nass und zeitweise trocken“, erklärt Rennleiter Nicholas Goubert. „Unsere Reifen harmonierten mit der Strecke. Die Rundenzeiten waren sehr gut. Viele Fahrer fuhren viele Runden mit den Reifen und erzielten ihre schnellsten Runden gegen Ende des Stints. Das stimmt uns zufrieden.“

Beim Vorderreifen herrscht nun Klarheit: „Das Profil, das wir nach Sepang brachten, konnte hier bestätigt werden. Die Fahrer berichteten, dass sie vor allem auf der äußersten Flanke mehr Vertrauen aufbauen konnten“, erläutert Goubert, der für den kommenden Test und den Saisonstart optimistisch ist: „Es wird das Profil sein, das wir ab Katar ausschließlich verwenden werden“, so der Michelin-Verantwortliche.

Text von Sebastian Fränzschky

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