Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Marc Marquez war am ersten Tag in Sepang der Schnellste

Weltmeister Marc Marquez (Honda) hat sich standesgemäß aus der Winterpause der MotoGP zurückgemeldet.

Am ersten Tag des Tests in Sepang fuhr der Spanier mit 2:00.262 Minuten die schnellste Zeit des Tages und fing kurz vor Ende der Session den lange Führenden Valentino Rossi (Yamaha) noch um 0,118 Sekunden ab. Teamkollege Dani Pedrosa fuhr mit 0,483 Sekunden Rückstand auf Rang fünf.

Honda war mit einem Großaufgebot zum ersten Test des Jahres angerückt. Marquez, Pedrosa sowie die beiden Testfahrer Hiroshi Aoyama und Takumi Takahashi standen nicht weniger als zehn Motorräder zur Verfügung. Die beiden Werksfahrer hatten dabei die Wahl zwischen dem Vorjahresmodell und zwei neueren Ausbaustufen, wie Marquez erklärt.

„Ein Motorrad war auf dem Stand von Valencia, das andere war ein Kompromiss zwischen der Version von Valencia und der des Vorjahres“, so der Spanier. „Am Ende habe ich mich für das neue Motorrad, den Kompromiss entschieden.“ Mit diesem Motorrad wird Marquez nun auch an den kommenden beiden Tagen in Sepang testen. Auch wenn Quervergleiche der verschiedenen Motorräder heute im Mittelpunkt standen, wagte Marquez kurz vor Testende noch einmal einen Versuch auf frischen Reifen, „weil ich wissen wollte, wo ich stehe.“

Das neue „Kompromiss-Modell“ vereinige laut Marquez die guten Eigenschaften des Vorjahresmodell und der ersten 2015er-Version, die Honda erstmals beim Test im vergangenen November in Valencia eingesetzt hatte. „Die gab mir viel Vertrauen am Vorderrad, war aber hinten nicht so stark“, beschreibt Marquez diesen, aus seiner Sicht noch nicht perfekten Entwurf der Japaner. „Daher habe ich Honda um ein Motorrad gebeten, das sich hinten genau so anfühlt wie im vergangenen Jahr.“

Und das gelang HRC offensichtlich. „Sie haben einen guten Job gemacht, beim Bremsen fühlt es sich genau so (wie im vergangenen Jahr; Anm. d. Red.) an. Vorne habe ich etwas von dem Vertrauen verloren, es ist aber immer noch besser als im vergangenen Jahr und so ein guter Kompromiss.“ Pedrosa bezeichnete die Abstimmung der neuesten Version als noch nicht optimal und kommt daher zu dem Schluss: „Das 2014er-Motorrad ist noch besser, aber das neue Motorrad hat großes Potenzial.“

Dabei verfolge auch das neueste Motorrad die typische Honda-Philosophie. „Honda baut immer einen starken Motor und schaut dann, dass das Motorrad drumherum irgendwie passt“, meint Pedrosa augenzwinkernd. Zuvor hatte der Spanier mit einem harmlosen Sturz für einen der wenigen Schreckmomente des ersten Testtags gesorgt. „Ich habe auf einem neuen Reifen gleich gepusht, hatte dann etwas Shattering und bin gestürzt.“

Text von Markus Lüttgens & David Emmett

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