Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Marc Marquez verabschiedete sich mit zwei Stürzen in die Winterpause

Irgendwie war es ein passendes Ende für Marc Marquez‘ Jahr 2015. Der Spanier, der in dieser Saison immer wieder über das Limit hinausging und häufig stürzte, ging am letzten Testtag des Jahres gleich zweimal zu Boden.

Honda verabschiedete sich am Freitag nach einem letzten dreitägigen Test in Jerez in die Winterpause. Im Dezember und im Januar sind weitere Testfahrten verboten. Die Japaner scheinen allerdings viele Probleme mit ins neue Jahr zu nehmen.

„Ich bin heute zweimal gestürzt“, berichtet Marquez und erklärt: „Ich hatte einen großen Highsider in Kurve 3. Ich ging mit offenem Gas und konstanter Power in die Kurve, aber plötzlich wurde der Hinterreifen sehr aggressiv und ich wurde abgeworfen. Zum Glück ist mir nichts passiert. Der zweite Sturz passierte, während ich einen Vergleich der Motoren absolvierte.“

„Dabei musst du ans Limit gehen, um das bestmögliche Feedback zu bekommen. Mit den Michelin-Reifen ist der Bremspunkt aber manchmal unberechenbar“, so Marquez. Denn Honda hat insgesamt drei große Problemzonen: Die neuen Michelin-Reifen, die neue Elektronik von Magneti Marelli und den eigenen neuen Motor. Im Winter liegt daher nun eine Menge Arbeit vor den Japanern.

„Trotzdem hatten wir drei gute Tage, an denen wir viele Informationen sammeln konnte, die wir jetzt an HRC weitergeben“, erklärt Marquez und verrät: „Ich habe das Gefühl, dass der neue Motor etwas mehr Potenzial als der alte hat, aber wir sind noch immer nicht auf dem Level, das wir uns wünschen. Ich weiß, dass Honda im Winter hart arbeiten wird, um alles für Sepang zu verbessern.“

In Malaysia steht vom 1. bis zum 3. Februar der erste Test des neuen Jahres an. „Heute sind wir viele Runden gefahren“, berichtet Dani Pedrosa derweil und ergänzt: „Weil die Temperatur etwas höher war, haben wir früher angefangen und später aufgehört. Wir sind viel gefahren und haben einige Dinge getestet, mit denen ich nicht zufrieden war. Der Motor ist noch immer ein Fragezeichen, denn wir haben Probleme und es ist nicht klar, ob das am Motor oder an der Elektronik von Magneti Marelli liegt.“

„Jedenfalls müssen wir mit dieser Elektronik arbeiten, also müssen wir den besten Kompromiss finden“, so der Spanier, der von der neuen Software alles andere als begeistert ist. Er und seine Crew suchen noch immer nach der optimalen Einstellung. „Momentan haben wir zwar viele Informationen, aber es ist noch nicht klar, welche besser passt“, so Pedrosa.

„Wir absolvierten zwei Longruns mit jeder, um einen besseren Vergleich zu haben, aber ich muss noch einmal mit den Technikern sprechen, damit wir eine Richtung festlegen können“, erklärt der Spanier, der insgesamt 77 Runden absolvierte, die schnellste davon in 1:39.93 Minuten. Marquez fuhr 67 Runden, seine persönliche Bestzeit lag bei 1:39.17 Minuten.

Beide Piloten waren an allen drei Testtagen in Jerez überwiegend auf dem 2016er-Bike und mit der Software von Magneti Marelli unterwegs. Am Freitag absolvierten Marquez und Pedrosa unter anderem einen Vergleichstest des neuen und alten Motors. Verwendet wurde auch dabei das neue Bike inklusive der neuen Elektronik.

Text von Ruben Zimmermann

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