Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Auf Twitter, Facebook und Co. wurde HRC.Pilot Marc Marquez hart angegriffen

Die Kontroversen der finalen MotoGP-Rennen der abgelaufenen Saison sorgten in den sozialen Netzwerken für unzählige Diskussionen.

Honda-Werkspilot Marc Marquez stand spätestens nach dem Saisonfinale unter Dauerbeschuss und wurde vom Großteil der MotoGP-Fans für sein Verhalten kritisiert.

Valentino Rossi beschuldigte den Spanier, bewusst in den WM-Kampf eingegriffen zu haben. Für die Rossi-Fans war Marquez fortan das große Feindsymbol.

Honda-Teammanager Livio Suppo hat die Aufregung bei Twitter, Facebook und Co. mitbekommen und reagiert verärgert: „Es ist erschütternd, welche Kommentare es in den sozialen Medien gibt. Es ist einfach, über Leute zu reden, ohne dabei sein Gesicht zeigen zu müssen. Ich bin überzeugt, dass die MotoGP ein toller Sport ist. Wir sollten wieder dorthin kommen, wo wir vor Sepang waren“, fordert der Italiener.

„Ich hoffe, die Leute beruhigen sich etwas und verstehen, dass es nicht immer nur Schwarz und Weiß gibt. Die Zeit hilft dabei“, bemerkt Suppo, der voll und ganz hinter Marquez steht. Einige Experten kritisieren, dass Honda keine Wahl hätte und Marquez in jedem Fall verteidigen muss, unabhängig davon, ob man die Meinungen und Ansichten des zweimaligen Weltmeisters teilt oder nicht. Hat Marquez bei HRC zu viel Macht?

„Dann muss man sich fragen, wie viel Einfluss Valentino bei Yamaha hat“, kontert Suppo energisch und betont, wie viel Macht Fahrer wie Marquez, Rossi und Lorenzo haben: „Die Fahrer sind in diesem Sport die wichtigsten Faktoren. Das ist uns bewusst. Das Rennen in Valencia zeigte, dass der Abstand der Spitzenfahrer zu den Verfolgern zu groß ist.“

Rossi kämpfte sich vor dem Erreichen der Rennhalbzeit bereits bis auf Position vier vor und demonstrierte damit eindrucksvoll, dass die Top 4 in ihrer eigenen Liga fahren. „In der Gruppe, in der Dovizioso fuhr, waren die ersten Verfolger. Diese Gruppe fuhr etwa 25 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Das ist ein großes Problem“, schildert Suppo.

„Die Fahrer machen einen großen Unterschied aus und haben dadurch einen großen Einfluss. Valentino hatte vor Jahren einen sehr großen Einfluss auf die Entscheidungen, die Yamaha traf. Bei Ducati war es genauso. Die Spitzenfahrer haben immer einen großen Einfluss. Gleichzeitig muss ich betonen, dass wir Marcs Meinung voll und ganz zustimmen“, betont der HRC-Teammanager.

„Das machen wir nicht, weil wir es machen müssen. Wir freuen uns, dass wir hinter ihm stehen können. Wenn wir der Meinung wären, dass er einen Fehler begeht, dann hätten wir es ihm gesagt. Wir glauben das, was er gesagt hat“, unterstreicht Suppo.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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