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Zum 34. Mal steigt am Wochenende (20. bis 22. Mai 2011) der DMV Siegerlandpreis auf dem Nürburgring. Der rührige Veranstalter MSC Freier Grund e.V. präsentiert mit der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft eine hochkarätige Rennserie mit rund 200 Piloten aus 18 Nationen.

Bei der dritten IDM-Saisonveranstaltung 2011 gehen auf dem Eifelkurs die Klassen IDM SUPERBIKE, IDM Supersport, IDM 125 und IDM Sidecar an den Start. Dazu kommen volle Starterfelder in den beiden Nachwuchs-Rennserien ADAC Junior Cup und Yamaha R6-Dunlop Cup.
Wie immer kommt die IDM mit Spitzenpiloten, darunter mehrere Ex-Weltmeister, und einer großen Markenvielfalt zum Ring. In den Viertaktklassen messen sich sieben Hersteller: BMW, Ducati, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha.

IDM SUPERBIKE
Wer schlägt Orange? Das ist die alle Teams bewegende Frage für das dritte Rennwochenende am Nürburgring. Nach seinem Doppelsieg beim Saisonauftakt „schwächelte“ der österreichische KTM-Pilot Martin Bauer (besser: sein Arbeitsgerät) in Oschersleben. Einem technischen Defekt im ersten Rennen folgte der wohl schlechteste Start des zweifachen Meisters in seiner bisherigen Karriere.
In die Bresche sprang der Tscheche Matej Smrz und bescherte KTM auch in Oschersleben einen Doppelsieg und damit auch die klare Führung in der Markenmeisterschaft. Der 26-Jährige Pilot vom INGHART KTM SUPERBIKE Team Germany übernahm auch die Meisterschaftsführung – 7 Zähler vor Bauer, der im zweiten Rennen von Oschersleben wie entfesselt durch das Feld pflügte und noch auf dem Podest landete.
Titelverteidiger Karl Muggeridge (Honda) ist derzeit Dritter. Dem Australier fehlt nach zwei Podestplätzen in vier Rennen noch ein Sieg. Auf den Rängen vier und fünf folgen mit dem Österreicher Michael Ranseder und dem Australier Damian Cudlin zwei Neulinge der IDM SUPERBIKE (beide auf BMW). Sechster ist der Berliner Dario Giuseppetti, der in der Lausitz zweimal Zweiter wurde und in Oschersleben nach Sturz ohne Punkte blieb. Die TOP 10 werden vervollständigt durch Ex-Weltmeister Jörg Teuchert (Yamaha), dem dreifachen deutschen Meister Stefan Nebel (KTM), dem Supersport-Champion von 2009, Sascha Hommel (Yamaha) und dem Schweizer Roman Stamm (Suzuki).

IDM Supersport
Samstags jubelt Jesco Günther aus Wuppertal, am Sonntag hat der Schweizer Daniel Sutter die Nase vorn – so kann man die bisherigen vier Rennen der Klasse IDM Supersport zusammenfassen. Der 26-jährige Jesco Günther (Yamaha) stand in allen vier Rennen auf dem Podest und sicherte sich so die Führung im Titelkampf, fünf Punkte vor dem Kawasaki-Piloten aus der Schweiz. Dahinter folgt in Lauerstellung der Österreicher Günther Knobloch (Yamaha) – für viele der Titelfavorit 2011. Knobi’s Bilanz zeigt nach oben – zweimal Dritter in der Lausitz, zweimal Zweiter in Oschersleben. Schafft er den ersten Saisonsieg am Nürburgring?
Vor einem Jahr gab es in der Eifel im einzigen Supersport-Rennen einen Sieg des inzwischen in die IDM SUPERBIKE-Klasse aufgestiegenen Michael Ranseder, als Zweiter holte sich Knobloch damals die Meisterschaftsführung…
Der einzige Pilot, der es außer Günther, Sutter und Knobloch bisher auf das Podest schaffte, ist David Linortner – junger Landsmann und Teamkollege von Knobloch. Der talentierte Österreicher ist derzeit Sechster in der Meisterschaft – vor ihm sind Kawasaki-Pilot Roman Raschle und der Finne Tatu Lauslehto (Yamaha) platziert.

IDM 125
In der Achtelliterklasse hatten die beiden überragenden Piloten des Vorjahres bisher eine Menge Pech. Titelverteidiger Luca Grünwald kämpfte mit Umstellungsproblemen auf seine neue KTM und einem kräftigen Wachstumsschub im Winter. Auf Rang vier in der Lausitz folgte ein Sturz in Oschersleben – der Waldkraiburger ist derzeit nur Achter. Noch schlimmer erwischte es Vizemeister Toni Finsterbusch. Zwar war der KTM-Pilot aus der Nähe von Leipzig in allen Trainingssitzungen vorn dabei, aber in beiden Rennen kam er nicht ins Ziel.
Die Schlagzeilen lieferten 2011 der Australier Jack Miller (16) und der Bergisch Gladbacher Luca Amato (14). Die beiden Aprilia-Piloten vom vogtländischen RZT Racing Team machten Teamchef Heiko Reinhold viel Freude. Miller gewann in der Lausitz vor dem Schweden Alexander Kristiansson (KTM) und Amato. Der 14-Jährige revanchierte sich in Oschersleben und gewann vor Miller und Kristiansson. Hinter den drei Podestkandidaten liegt der Niederländer Bryan Schouten derzeit auf Rang vier vor Michael Ecklmaier und dem besten Newcomer, Maximilian Eckner aus Dresden.

IDM Sidecar
Die Fans beim Rennen der IDM Sidecar am Nürburgring erleben die TOP 3 der aktuellen FIM Sidecar WM – ein Novum, denn alle drei sind auch in der IDM unterwegs. Das prominenteste Duo stellen zweifelsohne der Finne Pekka Päivärinta und der Schweizer Adolf Hänni – beide holten sich im vergangenen Jahr zusammen den Weltmeistertitel. Genauso viele Sympathien haben aber die Deutschen Kurt Hock und Enrico Becker, die sich in den bisherigen IDM-Läufen nur knapp geschlagen geben mussten. Rang drei der IDM-Wertung hat derzeit der Österreicher Michael Grabmüller mit dem Neunkirchener Beifahrer Axel Kölsch inne. Hinter Robert Zimmermann und Maik Ziegler folgt WM-Pilot Mike Roscher (mit Sven Polchow) auf Rang fünf.

Termine und Tickets
Das Zeittraining am Samstag startet um 8:30 Uhr, am Nachmittag werden ab 16:45 Uhr die ersten beiden Rennen der IDM Supersport und der „German Superkart Series“ ausgetragen.
Der Sonntag beginnt um 8:30 Uhr mit dem Warmup der vier IDM-Klassen. Ab 9:45 Uhr stehen dann weitere 8 Rennen auf dem Programm. Die IDM SUPERBIKES sind dabei gleich zweimal am Start.

Motorsport zum Anfassen
Beim IDM-Rennen am Nürburgring hat die große Race-Party am Samstagabend Tradition. Auf der Showbühne werden ausgewählte Top-Piloten vorgestellt und zu den Eindrücken des Tages befragt. Ein Highlight des Abends ist das Konzert der Band „BOUNCE“ – seit acht Jahren ein Garant für professionellen Cover-Rock vom Feinsten. Fans und Fahrer feiern gemeinsam bis in die Nacht.
Die Race-Party beginnt um 19:30 Uhr im Eventcenter Campingplatz Müllenbach. Zwischen Fahrerlagereinfahrt und Eventcenter verkehrt ein kostenloser Shuttle-Service. Dieser pendelt im 15-Minuten-Rhythmus von 18 Uhr bis circa 2 Uhr durchgehend.

Der Zutritt zum Fahrerlager am Wochenende ist im Eintrittspreis enthalten. Am Sonntagmittag öffnet sich die Boxengasse gegen 13:30 Uhr für alle Fans zu einem Besuch bei den Teams. Zur gleichen Zeit gibt es auf der Strecke eine Stuntshow.

Ein Wochenendticket kostet 32 Euro und bietet neben einem Tribünen-Sitzplatz (T3, T4, T5a, T12, T12a) auch einen gebührenfreien Parkplatz sowie den Zutritt zum Fahrerlager (inklusive Pitwalk am Sonntag) und allen Rahmenveranstaltungen. Sonntag kostet der Eintritt 29 Euro, Samstag 15 Euro. Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt.

Text von Wolfgang Mihan

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