© Yamaha - James Toseland hat Vertrauen in die Mannschaft von BMW Italia

James Toseland hat 2010 keine einfache Rückkehr in die Superbike-Weltmeisterschaft erlebt. Nachdem der Brite Ende 2009 in der MotoGP bei Tech 3 keine Zukunft mehr hatte, kam es zum spektakulären Tausch mit Ben Spies. Der US-Amerikaner nahm auf der Kunden-Yamaha von Herve Poncharal Platz, während Toseland auf die R1 stieg, mit der Spies 2009 Weltmeister geworden war.

An diese Erfolge konnte Toseland aber nicht anknüpfen. Vier Podestplätze, aber kein Sieg lautet die Bilanz des zweifachen Superbike-Weltmeisters. Sein Teamkollege Cal Crutchlow siegte dreimal und wurde in die MotoGP befördert. Einen Mitgrund für die magere Ausbeute sieht der Piano-Spieler in seiner Handverletzung, die er sich beim Saisonauftakt in Phillip Island zugezogen hatte. „Dass ich mir gleich beim ersten Rennen die Hand brach, war nicht hilfreich.“

„Dann kam der Sturz in Monza. Danach lief es nicht mehr rund. Es dauerte etwas, bis mir klar wurde, dass ich Wochen brauche, um zu alter Fitness zurückzukehren. Im Handumdrehen waren Biaggi und Haslam in der WM enteilt, ich fuhr nur noch Durchschnittsresultate ein und fiel in der WM immer weiter zurück“, wird der 30-Jährige von ‚Speedweek‘ zitiert.

Welchen Stand er bei Yamaha intern hatte, wurde im Juni deutlich, als nach einem Ersatz für Valentino Rossi gesucht wurde, der durch seinen Beinbruch für einige Rennen ausfiel. Cal Crutchlow wurde gefragt, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nie auf einer MotoGP-Maschine gesessen hatte. Der künftige Tech-3-Pilot lehnte aus diesem Grund auch ab.

Toseland kam für die Yamaha-Bosse gar nicht in Frage. So wurde Testfahrer Wataru Yoshikawa auf die M1 gesetzt, der hoffnungslos zu langsam war. „Das war der Wendepunkt für mich“, sagt Toseland im Rückblick. „Ab da wusste ich, dass meine Zukunft nicht bei Yamaha ist. Es war wie ein Tritt in die Familienjuwelen für mich.“

Somit war klar, dass sich der Brite für 2011 ein neues Team suchen musste. Bei BMW Italia ist er fündig geworden. Nach den ersten Testfahrten sieht der Brite die Zukunft positiv und will an alte Erfolge anknüpfen. „Viele sagen jetzt, dass ich dieses Jahr ja nur in einem privaten BMW-Team fahre. Für mich sind das aber die Jungs von Ducati Xerox. Sie wissen sehr genau, was sie tun. Mit einigen von ihnen arbeitete ich bereits 2004, als ich Weltmeister wurde.“

Text von Gerald Dimbeck

Motorsport-Total.com
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